Neujahresvorsätze – Ziele setzen und durchhalten ohne Stress! SMART à la Cornelia!

Aber jetzt, jetzt gehe ich es an  und mache alles anders ……. 🙂

 

Jahreswechsel bedeutet nicht nur, dass ein neues Jahr vor der Tür steht.

Der Jahreswechsel wird sehr oft dafür hergenommen um sich Ziele zu setzen.

  • bis 31.12. schlemme ich noch richtig, aber ab dem 1.1. ist alles anders!
  • bis 31.12. gib ich es mir noch so ordentlich, aber ab dem 1.1. trinke ich keinen Schluck Alkohol mehr
  • bis 31.12. werde ich mich noch erholen, aber ab dem 1.1. packe ich meine Trainingsschuhe aus 😉

Na? Kommt dir das bekannt vor?

Ich erzähle dir, was ich von Zielen setzen halte:

Sehr viel und auch gar nichts 🙂

Was heißt das denn nun?

In meinen ganzen wirtschaftlichen Ausbildungen habe ich immer wieder gehört wie wichtig Ziele sind und wie sie formuliert werden müssen, damit sie auch wirklich als Ziel durchgehen. Sie müssen SMART sein.

  • Spezifisch (eindeutig definiert  – nicht nur vage, sondern so präzise wie möglich)
  • Messbar (sie müssen sich messen lassen)
  • Attraktiv (sie müssen attraktiv sein – für das A steht auch: anspruchsvoll, akzeptiert, ausführbar)
  • Realistisch (die Ziele müssen möglich sein)
  • Terminiert (ich muss einen Termin festlegen)

Erst dann ist dein Vorsatz auch ein Ziel. Also z.B. „ich möchte bis Ende Juni 5 kg abnehmen“

Wenn man das so betrachtet, dann sind wohl die meisten Neujahrsvorsätze nur Träume und keine Ziele 😉 Wie viele Leute setzen sich wirklich hin und schreiben sich zu Silvester so ein Ziel, mit all diesen Bestandteilen nieder?

Ich habe einen guten Freund, der hat immer Visionen und Ziele und der schafft auch wirklich viel, weil er diese Ziele dann auch strikt verfolgt.

Mich dagegen hat er immer in Stress versetzt wenn er mich gefragt hat: „Welche Ziele hast du? Welche Visionen?“

Oft kam ich mir vor wie ein „patchertes Hascherl“ das nicht weiß was es will, ich konnte einfach nie wie aus der Pistole heraus antworten.

Was ist nun richtig? Muss man ständig Ziele und Visionen im Kopf haben, oder kann da auch einmal gar nichts sein? Ruhe, Stille, Zufriedenheit?

Weil mich das immer so in Stress und Panik versetzt hat….. es könnte ja das Leben an mir vorbei gehen wenn ich keine Visionen und Ziele habe……. beschloss ich irgendwann, dieses Denken auf die Seite zu schieben und kam zu folgender Erkenntnis:

  • Manche Leute brauchen Ziele und Visionen und auch ihre Pläne
  • und andere nicht, oder eben nicht ständig

Bei mir ist das so:

 

  1. Viele Vorsätze in meinem Leben setzte ich nicht um oder zog sie nicht durch
  2. und viele andere Ziele verfolgte ich strikt und konsequent.

Was war der Unterschied? Hatte ich beim zweiten Punkt meine Ziele so richtig SMART definiert?

Nein!

Beim zweiten Punkt spürte ich dieses Ziel in mir!

Ich las z.B. dass es ein nebenberufliches Studium für Rechnungswesen und Controlling gibt und mein Inneres begann buchstäblich zu vibrieren 🙂 Also habe ich es gemacht!

Es war mir egal, dass es 4 Jahre dauern sollte. Die Argumente meines Umfeldes, dass dies sehr schwer werden würde, hörte ich nicht und die Einwände, dass dies bei einem Vollzeitjob und Familie nie und nimmer gehen würde, auch nicht.

Ich stellte keine Zieldefinition auf – ich machte es einfach. Eine Stunde nach der anderen, eine Prüfung nach der anderen, Schritt für Schritt.

Ich dachte nie daran, dass es 4 ganze Jahre sind – ich wusste immer nur, dass ich am Freitag wieder zur Fachhochschule fahren werde 🙂

Wenn wir uns große Ziele vornehmen und die Betrachtungsweise immer nur darauf legen, wie groß das Projekt ist, dann passiert es oft, dass wir gar nicht anfangen.

Wenn wir aber immer nur eine kurze Zeitspanne betrachten, z.B. heute bis zur nächsten Stunde (was muss ich bis dorthin erledigt haben), ist es fast ein Katzensprung.

Ich machte mir meine eigene SMART-Definition – die mich nicht in Stress versetzte:

 

  • Spüren: – wenn du es in dir spürst – ein gutes Gefühl, ein Kribbeln, ein Schauer … – dann
  • Mache es, dann setze alles in Bewegung, dass du es durchziehen kannst (mit der Familie sprechen, evtl. mit den Chefs, den Arbeitskollegen usw.)
  • Aufmerksamkeit: Wenn du an einem Projekt arbeitest, dann bekommt das auch deine Aufmerksamkeit in dieser Zeit. Aber nicht nur das Projekt, sondern auch das Umfeld. Hier geht es auch um das Vertrauen, dass die richtigen Informationen zu dir kommen, die du brauchst. Du triffst vielleicht Menschen, die dir weiterhelfen, du findest Bücher oder Publikationen, die dir helfen usw.
  • Ruhe: ganz wichtig! Immer wieder Ruhe, Rückzug, Relaxen! Das ist ein ganz wichtiger Baustein, wenn du ganz viel zu tun hast. Sehr oft denkt man, „ich habe jetzt keine Zeit für Ruhe, ich muss ja was weiterbringen“. Glaube mir, eine kleine Pause, eine kurze Meditation, kann Wunder bewirken. Du bist dann viel frischer um weiterzumachen.
  • Träumen: Für mich ein sehr wichtiger Punkt: Träume von deinem Ziel, stelle dir das Endergebnis vor, fühle dich hinein und stelle dir vor, dass du es schon erreicht hast. Das bewirkt eine immense Steigerung deiner Fortschritte!

Also wenn ich in meinem Inneren spüre, dass dies eine wichtige Sache für mich ist, dann gehe ich es an.

Ich warte nicht auf den nächsten Jahreswechsel!

Wenn ich es nicht spüre, dann kann ich mir ruhig so ein SMARTES Ziel à la Unterricht machen, wie: „Bis Ende Juni nehme ich 5 kg ab“. Ich bin mir aber sicher, dass ich im März noch immer denke: „Ach, bis Ende Juni ist es eh noch lang ;-)“

Und, wie ist es bei dir?

Lass und fliegen 🙂

Cornelia

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4 Kommentare, sei der nächste!

    1. Danke .-) Ja mir gefällt meine SMART Interpretation auch viel besser.
      Ist irgendwie angenehmer und nicht so stressig 🙂

      LG – dein Blog gefällt mir sehr gut!
      Cornelia

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