Wie kannst du es schaffen im Hier und Jetzt zu leben

Lebe im Hier und Jetzt und alles ist gut!

Ich habe das so oft in meinem Leben gehört und mir immer vorgestellt, wie das gehen kann. Lebe im Hier und Jetzt ist so leicht gesagt, den Ratschlag gibt man einfach mal so hin, aber wie schafft man es wirklich mit den Gedanken nicht ständig in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein?

Wir alle haben eine Vergangenheit, in der einiges passiert ist. Viel Schönes, aber auch nicht so Schönes. Es gibt Zerwürfnisse, Streitigkeiten, Erfahrungen, Glaubenssätze, Prägungen aus der Erziehung usw.

Außerdem denken wir oft, was würde sein, wenn … Was hätte sein können, wenn … Wie soll ich das und jenes schaffen … Was passiert, wenn ich diese Entscheidung treffe … usw.

Die Gedanken drehen sich ständig, nichts zu denken ist nicht möglich.

Bei mir war es oft so, dass ich etwas gemacht habe und im selben Moment schon überlegt habe, was ich als nächstes tun werde. So konnte ich nie das genießen was ich doch schon erreicht hatte, was ich schon alles in meinem Umfeld hatte. Ich strebte immer nach noch mehr. Noch mehr Projekte, noch mehr Anerkennung, noch mehr Wissen …

Ich glaube nicht daran, dass du dir einfach sagen kannst: „Jetzt lebe ich im Hier- und Jetzt“ und schwupp passiert das. Für viele Menschen bedeutet das Stress, weil sie es einfach nicht hinkriegen.

Ich bin davon überzeugt, dass das einfach passiert, wenn du immer wieder bewusst daran arbeitest.

Schritt 1: Entscheidung treffen

Nimm dir vor, dass du im Hier und Jetzt leben möchtest.

Schritt 2: Annehmen

Akzeptiere es, wenn deine Gedanken wieder in der Vergangenheit sind oder in der Zukunft

Schritt 3: Achtsamkeit

Sei achtsam! Je achtsamer du mit deinem Leben und dir selbst umgehst, desto schneller wirst du merken, wenn deine Gedanken wieder irgendwo anders sind, als im Moment. Sag dir dann Stopp! Mach dir bewusst, dass die Vergangenheit vergangen ist und die Zukunft noch nicht existiert und hole dich bewusst zurück in diesen Moment, wo du gerade bist.

Schritt 4: Genießen

Genieße den Moment! Schau dir bewusst an, was genau jetzt passiert.

  • Wo bist du?
  • Wie fühlst du dich?
  • Was befindet sich in deiner unmittelbaren Umgebung?
  • Wie riecht die Luft?
  • Welche Leute sind da?
  • Wie schaut deine Umgebung aus?
  • Was gefällt dir besonders gut?

Schritt 5: Dankbarkeit

Sei dankbar. Mach dir bewusst wie viel Schönes in deinem Leben ist. Das können Kleinigkeiten sein, die für dich selbstverständlich sind

  • Du kannst deine Füße bewegen
  • Du hast Kontrolle über deinen Körper
  • Du lebst
  • Du hast ein Bett in dem du schlafen kannst
  • Es gibt Menschen in deinem Leben, die dich schätzen und lieben
  • Du hast die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen
  • Du kannst in der Sonne sitzen und hörst die Vogerl zwitschern

Es gibt so viel für das du dankbar sein kannst, du brauchst es einfach nur sehen.

Schritt 6: Mach es zur Gewohnheit!

Im Alltag vergisst man oft was man machen möchte. Irgendwie verfällt man gleich wieder in die alten Gewohnheiten. Gewohnheiten sind jedoch nicht schlecht, sie sind sogar sehr gut, wenn es gute Gewohnheiten sind. Durch Gewohnheiten erfährst du eine ordentliche Erleichterung, weil alles automatisch abläuft. Stell dir vor, du müsstest ständig überlegen, wenn du einen Schritt vor den anderen setzen möchtest. Du machst das automatisch. Das hast du dir zur Gewohnheit gemacht.

Mach dir einen Zeitpunkt aus, wo du die oben angeführten Punkte bewusst erledigst. Vielleicht immer am Morgen, oder immer zu Mittag, oder immer am Abend. Und dann mach es! Irgendwann wird es automatisiert.

Eines Tages, mir ist das am Ostersonntag passiert, spürst du plötzlich eine tiefe Ruhe und du weißt, dass alles ok ist, was gerade ist. Du merkst wie leicht plötzlich alles ist, wie gelassen du sein kannst und wie frei du dich plötzlich fühlen darfst. Es lohnt sich wirklich darauf hin zu arbeiten.

Was ist mir passiert?

Am Ostersonntag ging ich mit meinem Bruder in den Motorikpark nach Gamlitz um dort einen schönen, lustigen Nachmittag zu verbringen. Nichts ahnend, dass dieser Ausflug nur von ganz kurzer Dauer sein würde. Ich liebe solche Balanceübungen, die man dort machen kann. Es gibt dort Seile, Balken, Steine … über die man laufen und so das Gleichgewicht trainieren kann. Ich fing also an und gab meinem Bruder mein Handy mit dem Auftrag ein paar Fotos zu schießen. Ich brauche ja immer wieder Fotos für meinen Blog und diese Gelegenheit war sehr günstig.

Es war sehr lustig, bis ich zu einem Balken kam, der mit Federn ausgestattet war. Ich musste vorsichtig einen Schritt vor dem anderen setzen und sehr konzentriert sein um nicht zu wackeln. Als ich gerade auf einem Bein stand fing dieses Ding unter mir zum Schwingen an und ich verlor das Gleichgewicht. Ich konnte mich nicht mehr halten und stürzte seitlich runter. Es war nicht hoch, aber ich kam so unglücklich auf, dass ich mir beide Knöchel am rechten Fuß ziemlich kompliziert brach. Ich hörte und spürte es krachen und lag am Boden.

Mein erster Gedanke war: „Das kann jetzt aber nicht sein!“

Der zweiter Gedanke: „Warum ist das jetzt passiert?“

Plötzlich wurde es in mir ganz ruhig und friedlich und mir kam der Gedanke: „Ok, ist jetzt so – es ist in Ordnung!“

Ich habe so etwas noch nie gefühlt, es ist wunderschön. So schnell konnte ich noch nie etwas in meinem Leben annehmen. Plötzlich war da ganz viel Vertrauen da, ich wusste einfach, dass für mich gerade etwas sehr Wichtiges passiert.

Ich wurde noch am selben Abend operiert und was soll ich sagen: Ja ich habe Schmerzen, ja ich werde einige Zeit außer Gefecht sein, ja ich muss einiges umorganisieren, aber ich bin voller Vertrauen, dass alles so kommt, wie es sein soll. Ich kann plötzlich nichts Negatives mehr darin sehen. Im Gegenteil: ich entdecke gerade wieder neu, wie viele tolle Menschen ich in meinem Umfeld habe. Ich lerne gerade, dass Hilfe annehmen wunderschön sein kann und dass umsorgt werden sehr angenehm ist 🙂

Diese ungewöhnliche Ruhe und dieser Frieden der da ist, wenn du im Hier und Jetzt lebst und Vertrauen hast, dass alles gut ist, so wie es ist, ist sehr befreiend. Plötzlich gibt es keine Sorgen mehr. Es herrscht absoluter Frieden im Kopf.

Hier möchte ich dich noch an meinem Spaß und dem Ausgang meines Ostersonntagausfluges teilhaben lassen. Die Fotos haben in meiner Familie und im Freundeskreis zu manchem Schmunzeln beigetragen. Überhaupt das bei dem ich mich im Sturzflug befinde. Ich muss sagen: Bruderherz, du hast deine Sache gut gemacht 🙂

Motorikpark

Alles Liebe

Cornelia

 

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6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Eine wunderVolle und heilSame Zeit für dich liebe Conny!
    Auf die liebevolle Achtsamkeit in jedem Moment…

    Welch schöne GeburtsStunde für DICH und dein ’neues‘ und … Sein!!!

    Auf DEIN Leben – im JETZT eben!

    Von HerZEN
    Ellen

      1. Hallo,liebe Cornelia.
        Zuerst einmal die besten Genesungswuensche von mir.Mit deinen Beiträgen hast du mir schon oft aus der Seele geschrieben.Vielen Dank dafür.Annehmen was ist, das fällt manchmal schwer und trotzdem dürfen wir nicht aufgeben es zu lernen.Ich bemühe mich jeden Tag darum.
        Liebe Grüße
        Vera

        1. Danke liebe Vera,

          es freut mich sehr, dass du mir schreibst. Dadurch weiß ich dass die Beträge auch jemanden helfen und ich kann weiterschreiben 🙂
          Annehmen was ist, ja ist nicht immer einfach, aber es geht immer besser, wenn du nur dran bleibst.

          Alles Liebe
          Cornelia

  2. Liebe Conny!
    Ein sehr schöner und ehrlicher Artikel!
    Sobald wir annehmen und den Sinn hinter verschiedenen Ereignissen in unserem Leben sehen können, löst sich der Widerstand in uns auf und wir können das Leben (wieder) fließen lassen, spüren, wie wir getragen werden und beschützt sind.
    Ein Gefühl des Einsteins breitet sich aus – unser Herz darf sich öffnen für die bedingungslose Liebe!!!
    Alles ist gut so wie es ist!
    Alles Liebe
    Andrea

    1. Danke Andrea für dein Kommentar.
      Ja das stimmt, wenn du es annehmen kannst, dann ist das Gefühl viel freier und du legst den Focus nicht auf das, was geschehen ist, sondern akzeptierst wie es nun mal ist. So ist dein Blick freier für alles was du hast – und das ist echt viel 🙂

      Mir wird gerade sehr bewusst, wie viel wir haben. Wie wertvoll es ist, wenn du dich frei bewegen kannst. Durch meine Verletzung bin ich nun etwas eingeschränkt und mir wird bewusst, was wir so tagtäglich ganz selbstverständlich tun. Z.B. ein Glas Wasser holen – in die Küche gehen, Glas holen, Wasser rein, trinken.

      Jetzt: In die Küche mit den Krücken, auf einem Bein stehend den Schrank öffnen – aufpassen, dass die Krücken nicht umfallen – Glas raus, Wasser rein, mit einer Hand irgendwo festhalten – trinken 😉 Alles mit sehr viel mehr Kraftaufwand – das Gewohnte wird plötzlich durchbrochen und dadurch kann es wieder voll bewusst wahrgenommen werden. 🙂

      Alles Liebe
      Conny

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