Weihnachten am Beispiel meiner Patchworkfamilie

Wo sind die Kinder …. bei dir, oder bei mir?

Oder überhaupt schon bei den Freunden?

Sind wir jetzt zu zweit, zu viert oder gleich zu acht? 🙂

Dass ich mir je diese Fragen stellen werde, habe ich mir vor einigen Jahren überhaupt nicht gedacht.

Weihnachten hat am 24.12. stattzufinden, die Bescherung um 18 Uhr, am Vormittag ist das Friedenslicht zu holen, der Baum muss perfekt sein und der Ehemann hat gefälligst pünktlich zuhause zu sein! 🙂

Oft kommt es anders, als man irgendwann einmal geplant hat und oft kommt „Frau“ drauf, dass das ganz gut so ist.

Wenn die ganzen Pläne und Strategien und Muster vom Leben durcheinander gewürfelt werden, hat dies, wenn man genau hinsieht, sehr oft auch sehr viele Vorteile. Man muss nur bereit sein, diese zu sehen, etwas vom eingefahrenen Weg abzuweichen und das Neue willkommen heißen.

Nun es ist bei uns so, wie schon in vielen Familien.

  • Ich und Andreas – beide geschieden und nun glücklich miteinander
  • Ich habe zwei große Kinder (19 und 17)
  • Beide haben schon selbst Partner
  • Andreas hat zwei kleine Kinder (4 und 6)

Wie schafft man es nun, alle auf einen Haufen zu bekommen, ohne dass die Kinder in Stress kommen, weil sie irgendwie beide Elternteile zufrieden stellen wollen?

Eine Möglichkeit, die wir schon voriges Jahr eingeführt haben: Wir verschieben das Weihnachtsfest einfach auf den Sonntag davor 🙂

Es ist also der 22. 12. 2013, Sonntag, 10 Uhr Vormittag:

  • der Baum wurde schon am Abend zuvor geschmückt,
  • die Küche ist von Susie, meiner Tochter und ihrem Freund Chris belagert,
  • mein Sohn Lukas und Anna, seine Freundin, legen die letzten Geschenke unter den Baum
  • Andreas kommt gerade mit seinen Kindern nachhause.
  • Alles wird finster gemacht, die Kerzen angezündet und aus dem CD-Player tönt „Stille Nacht“ (wir haben heuer beschlossen, nicht selbst zu singen ;-))
  • Wir zünden Spritzkerzen an, die Türe geht auf und die Kleinen von Andreas stehen mit leuchtenden Augen da.

 

Welch ein Anblick! Die Zwei so süß und noch so aufgeregt.

Wäre alles so gelaufen, wie irgendwann geplant, hätten wir dieses Leuchten nicht mitbekommen 🙂

Eine Patchworkfamilie zu haben, ist sicher nicht immer ganz einfach. Die Kommunikation zwischen den Eltern und auch mit den Kindern ist sehr wichtig, damit niemand zu kurz kommt.

Eigene Befindlichkeiten und Egogeschichten gehören hinterfragt und auf ihre „Wichtigkeit“ und „Aktualität“ überprüft.

„Ist mir das wirklich wichtig, oder bestehe ich nur gerade auf etwas, nur weil ich meine Meinung nicht ändern oder unbedingt im Recht sein möchte?“

Eine Patchworkfamilie zu haben kann aber auch viel Freude bedeuten, viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen – wie das Leuchten der Augen der beiden Kleinen!

Wir hatten einen wunderschönen Sonntag, absolut stressfrei und dafür sage ich Danke!

  • Danke an meine Kinder, dass ihr da so mitgemacht habt!
  • Danke an Anna und Christian, dass auch ihr mitgefeiert habt!
  • Danke an Susie und Chris für das hervorragende Mittagessen!
  • Danke an Andreas, dass du da so unkompliziert bist!

An alle, die das Weihnachtsfest noch vor sich haben:

Ein frohes Fest, viel Freude, Liebe und Stille!

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Es war wirklich sehr lustig & wirklich schön und es war mir eine Ehre euch ein schönes Essen zu bereiten. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte !
    Bussi & ganz toller Artikel !

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