Warum du nicht immer nach deinem Gefühl handeln kannst

Momentmal, da predigt sie immer, ich soll tun, was mir mein „Bauch“ sagt und nun sagt sie, dass ich das nicht kann? He? Weiß sie überhaupt was sie will?

Ja das weiß sie!

Aber zuerst einmal möchte ich dich im neuen Jahr begrüßen. Ich hoffe, du bist gut hinein gerutscht und hast das Jahr gut begonnen.

Ich bin direkt in die Arbeit „gerutscht“. Meine braven Kolleginnen und ich mussten die Jahresabschlüsse von drei Firmen am 06.01. fertig haben und das hieß für einige von uns: „Konzentration und durch!“ Wir haben es geschafft, es war anstrengend, aber zusammen ist alles möglich.

So nun aber zu den Gefühlen und dem Handeln

Natürlich sollst du auf deine innere Stimme hören, auf deine Gefühle achten und danach handeln. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich das meinen Kindern mitgeben konnte und sie das auch sehr beherzigen.

Lukas z.B. hat dadurch eine sehr gute Wahrnehmung antrainiert. Ich erinnere mich an die Zeit, als Downhill seine große Leidenschaft war. Er fuhr da mit seinem Rad mitten durch den Wald, über Äste und Unebenheiten und ließ auch keine Schanze aus. Eines Tages erzählte er mir, dass er überlegt hatte über die 3-Meter-Schanze zu springen, sein „Bauch“ aber nein sagte. Also ließ er es bleiben. Am nächsten Tag hatte er ein gutes Gefühl und er sprang.

Er fuhr damit immer sehr gut und auch ich habe sehr gute Erfahrungen damit.

Sollst du nun immer tun, was dein Gefühl gerade sagt?

Ich sage nein! Es sollen nicht nur Gefühle ausschlaggebend für deine Entscheidungen sein. Sie sind wichtig um zu merken, ob du noch auf deinem Weg bist, aber du sollst nicht nur nach deinen Gefühlen handeln und darüber die Konsequenzen vergessen.

Dir muss immer klar sein, dass dein Handeln Konsequenzen hat. Willst du das eine, musst du das andere in Kauf nehmen. Dein Tun hat immer eine Folge.

Es gibt haufenweise Blogs darüber wie du dein Hamsterrad verlassen kannst. Es wird da davon geschrieben, wie toll es ist nicht mehr in einem Angestelltenverhältnis zu sein, nicht mehr einem Chef gehorchen zu müssen, usw. Wenn du das liest und gerade sehr unzufrieden bist oder auch spürst, dass der jetzige Job nicht die Erfüllung ist, könntest du dazu verleitet werden alles hinzuschmeissen.

Das kannst du natürlich tun, es heißt aber nicht, dass es dann besser wird. Ja, der ungeliebte Job ist vielleicht weg, aber damit auch das monatliche Einkommen. Bis du dir auf selbständiger Basis so viel aufgebaut hast, dass du gut davon leben kannst, könnte es eine zeitlang dauern.

Du hast also in dem Moment, als du aus deinem Gefühl heraus deinen Job hingeschmissen hast, die Unzufriedenheit mit Unsicherheit getauscht.

Besser wäre es wohl, dein Gefühl des Nicht-Glücklichseins zu erkennen und zu akzeptieren. „Ich weiß, ich bin nicht zufrieden, was kann ich daraus machen?“

  • Was kann ich verändern, ohne gleich den Job an den Nagel zu hängen?
  • Was gibt es Schönes in meinem Leben?
  • Was kann ich tun, damit mir die Arbeit mehr Freude bereitet?
  • Welche Stärken kann ich einbringen?
  • Welche Erfolge habe ich breits in meinem Leben erzielt?
  • Was kann ich nebenbei aufbauen?
  • Was tu ich gerne, was könnte ich in meiner Freizeit machen?
  • Auf was in meinem Leben bin ich stolz?
  • Was genieße ich?

Es gibt so viele Möglichkeiten Freude in das Leben zu bringen. Es muss nicht immer die Arbeit das Allerhöchste sein. Natürlich wäre es schön so, aber wenn es gerade nicht ist, dann mach das Beste daraus. (Vielleicht holst du dir einfach wieder mal meine Smileys von meinem Artikel: „Heute schon gelacht?“ 🙂 🙂 :-))

Manchmal muss man einfach durchbeissen, ob es dir nun gefällt oder nicht.

  • Ich bin mir sicher, dass meine Arbeitskolleginnen lieber was anderes getan hätten, als am 1.1. im Büro zu sein und auch das Wochenende drauf durchzuarbeiten.
  • Ich kann mir auch vorstellen, dass jeder Straßenarbeiter, oder Dachdecker manchmal alles hinschmeissen möchte, wenn er bei 35 Grad Hitze asphaltiert oder ein Dach eindeckt.
  • Wahrscheinlich haben sich das viele Menschen schon x-mal gedacht, die am Fließband stehen oder Müll aussortieren.
  • Oder die Menschen, die zu Silvester in der Kälte stehen um diese ganzen Glücksbringer zu verkaufen.

Als wir zu Silvester arbeiten gingen, haben wir alle einstimmig festgestellt: „Uns geht es gut, denn wir haben es warm!“

Wie so oft kommt es ja doch wieder einmal nur auf die Bewertung an 😉

Wie kannst du deine Bewertung ändern?

Bist du vielleicht wieder einmal so weit, dass du aus einem Gefühl heraus alles über den Haufen werfen möchtest (und es dir hinterher sicher leid tun würde), dann gehe diese drei Punkte durch: (nach Thomas Schlechter – enerise your life)

  1. Auf den Moment konzentrieren (nicht nach vor und nicht zurückschauen).
    Du kannst nur etwas im Moment, im Hier und Jetzt verändern!
  2. Sieh es, wie es ist. Sieh es auf keinen Fall schlimmer und verurteile es nicht!
  3. Sieh es besser, als es ist. Erkenne in allem die Chance und entwickle ganz neue Lösungen. Stelle dir oben angeführte Fragen.
  4. Mache aus einer energielosen Bewertung eine neue positiv geladene Bewertung, die dich motiviert, z.B.
    1. „So ein Ärger“ in „Das gehört dazu“
    2. „Das Leben ist blöd“ in „Das Leben ist ein tolles Abenteuer“
    3. „Ich hab keine Lust“ in „Mal sehen, wie das wird!“

Don’t worry!

Weißt du, dass 90 Prozent der Befürchtungen, die wir so im Vorfeld anstellen, nie eintreffen?

Also lass es!

 

Alles Liebe

Cornelia

Breite deine Flügel aus!

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