Warteschleife……

“ -……hold the line……. hold the line………hold the line …………-“

Kürzlich musste ich in meinem Job eine Hotline anrufen, weil ich einen Rat brauchte.

Wer schon Erfahrungen mit den diversesten Hotlines gemacht hat, weiß, dass man da erstmals eine zeitlang in der Warteschleife hängt.

Während dieser Zeit gingen mir ein paar Gedanken durch denn Kopf. Ich überlegte mir, für was diese Warterei gut wäre.

Ich kam auf mehrere Möglichkeiten:

Ich kann:

1. mich ärgern,
2. das Telefon auf Laut schalten und nebenher was arbeiten,
3. der Musik lauschen, mit dem Stuhl schaukeln und mich entspannen,
4. der Musik horchen und gleichzeitig einen interessanten Artikel im Internet lesen,
5. der Musik zuhören und währenddessen einen Blogartikel schreiben 🙂
6. Daumen drehen, Augen verdrehen, Nickerchen machen, nachdenken ….

Bei dieser Hotline konnte ich mich sogar selbst entscheiden, welche Musik ich in der Zwischenzeit hören möchte.

 „Drücken Sie 1 für Unterhaltungsmusik, 2 für Oldies, 3 für Schlager usw.“

Wenn ich mich selbst und die Umwelt betrachte, kommt es mir oft vor, auch im „wirklichen“ Leben in einer Warteschlange zu hängen.

Wir warten:

1. auf bessere Zeiten,
2. auf weniger Stress im Job,
3. auf ein besseres Ergebnis im Zeugnis, im Monatsabschluss,
4. auf ruhigere Stunden,
5. auf eine zündende Idee,
6. auf einen Dimensionswechsel,
7. auf einen Lottogewinn…………..?

Währenddessen jammern wir über:

1. den Ausgang der Wahlen,
2. die geplanten Gemeindezusammenlegungen,
3. den Druck, den wir jeden Tag im Job ausgeliefert sind,
4. das Gefühl alles würde schlechter, anstatt besser,
5. die Ansicht, nichts würde passieren,
6. den Gedanken, alles ginge zu schnell,
7. das Geld, das zu wenig vorhanden ist,
8. das Geld, das andere zu viel haben …………..;-)

die Liste ließe sich weiter und weiter ausführen.

Es gibt Menschen, die das gar nicht bemerken und sich darüber auch gar keine Gedanken machen.

Es gibt aber auch diejenigen – da zähle ich auch dazu – die viel darüber nachdenken und so dann und wann die Frage an die geistige Welt abgeben, wann es denn nun endlich weiter ginge.

Als Antwort kommt dann so was Ähnliches wie:

“ ……hold the line……. hold the line………hold the line …………-“ 🙂

Ich kann dann sehr ungeduldig werden 🙂 aber, Gott sei Dank, hält dieser Zustand nie sehr lange an.

Ich betrachte dieses „Hold the line“ dann einfach in einem anderen Blickwinkel und tausche die Wörter aus:

„Halte die Verbindung“ – „Bleibe dran!“ – „Bleibe im Vertrauen!“

Was lerne ICH nun aus der Hotline?

Ich entscheide mich bewusst, während des Wartens, nicht untätig zu sein und einfach

1. zu leben,
2. Spaß zu haben,
3. anzunehmen, was ist,
4. Vorfreude zu empfinden auf das was Kommen mag,
5. zu lächeln und selbst Freude zu verbreiten,
6. Menschen zu helfen und zu unterstützen,
7. zu entspannen, laut zu lachen,
8. einen guten Freund anzurufen,
9. zu lernen………….

Ich muss nicht untätig warten – ich kann dabei was tun!

Wählen wir die Musik, die Tätigkeiten, die Abwechslung, die Gedanken während unserer Wartezeit und lasst uns dabei Spaß haben 🙂

 

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9 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Conny!

    Deine Beiträge sind wirklich toll geschrieben. Ich versuche schon die letzten Monate aus dem sogenannten „Hamsterrad“ (wie du es treffend nennst) zu entkommen. Es ist aber leider nicht immer so leicht, aber deine Beiträgen zeigen mir eine andere Sichtweite auf und es sind für mich tolle Anhaltspunkte „meine Flügel“ auszubreiten und das Leben zuzulassen !!

    Bitte mach weiter, ich freue mich schon auf den nächsten 🙂
    Ich wünsch dir alles Liebe und Gute und vielleicht hast du ja mal Zeit auf ein Tratscherl.

    Ganz liebe Grüße Martina

    1. Liebe Martina,

      es freut mich zu hören, dass dir meine Beiträge helfen. Ich habe genau deshalb angefangen zu schreiben,
      weil mich im letzten Monat die Arbeit schon im Schlaf verfolgt hat. Das Schreiben hilft mir zu entspannen
      und loszulassen. Wenn ich dabei andere noch unterstützen kann, erfüllt mich das mit großer Freude!
      Bis bald
      Conny

  2. Liebe Conny!

    Weiter so, genau so fühle ich mich manchmal ….hold the line …. und im Rückblick merkst du erst, dass es doch wieder ein paar Schritte vorwärts gegangen ist und dass du im Vertrauen bist und na ja, vielleicht nur ein bisschen mehr Geduld brauchst…und wie wichtig es ist, sich mit dem zu beschäftigen, worauf du gerade Lust hast. Danke für deinen tollen Beiträge, Monika

    1. Ja gell, wir brauchen nicht immer was tun, wir können auch einmal entspannt auf dem Sofa liegen uns erholen und darauf vertrauen, dass alles gut ist, so wie es ist. … hold the line …. bis wir uns wiedersehen 🙂 Bussi Conny

      1. ich denke, wenn es so weit ist. Schritt für Schritt. Ich glaube nicht, dass wir immer so schnell und alles loslassen können oder auch sollen. Alles was wir erleben,
        erfahren, was uns bedrückt oder auch noch zurückhält ist ja ein Teil unseres Weges. Würden wir immer schon „fliegen“ und über den Dingen stehen, was würden wir dann lernen?
        Vielleicht haben wir ja uns bewusst dafür entschieden, diesen Weg der Hindernisse zu gehen? Nur, wenn wir es merken, dass eine Veränderung ansteht, dann sollten wir es auch durchziehen und
        auch bereit sein Hilfe anzunehmen. Wir müssen nicht alles alleine bewältigen! Ich bin der Überzeugung, dass es ganz wichtig ist, die Dinge zu benennen und sie auch anzusprechen.
        Wie kann mir jemand helfen, wenn er/sie gar nicht weiß, dass ich Hilfe brauche? Ich freue mich auf jeden Tag und auch wenn meine Flügel manchmal noch etwas gestutzt sind, weiß ich, dass ich von Tag zu Tag weiter fliegen kann. Auch ein Baby-Adler muss das Fliegen erst lernen 🙂

  3. Liebe Conny!

    So lange schon hatten wir nicht wirklich etwas miteinander zu tun, oder hatten wir je wirklich etwas „miteinander“ zu tun – außer eben auf der beruflichen Ebene – ich weiß es nicht mehr – es ist schon soooo lange her – aber die Conny warst Du ja trotzdem auch für mich immer 😉 – dass ich über Deinen Blog (sagen wir es einmal so) doch ziemlich überrascht war.

    Aber wie Du ja selbst schreibst vieles verändert sich. Das Leben verändert sich. Unsere Sichtweisen. Unsere Prioritäten verlagern sich. Wir verändern uns. Passen uns an oder gehen unseren eigenen Weg….

    Auch für mich hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Bloss bin ich momentan weniger selbst- und eher fremdbestimmt. Ist aber auch ok so, ich hab diesen Weg selbst gewählt und bin glücklich damit. Und trotzdem arbeite ich daran wieder auch ein bißchen mehr „Freiheit“ für mich gewinnen zu können…. Obwohl…. Für mich ist es auch Freiheit das große Glück haben zu können jeden Tag ganz nahe bei meinem Kleinen sein zu dürfen, und ihn „wachsen“ zu sehen.

    Zu Deinem „hold the line“ – ich habe viel gekämpft in meinem Leben. Um Liebe, um Anerkennung, um Gerechtigkeit, um Selbstbestimmtheit, um so vieles. Ich hatte das Gefühl mein ganzes Leben ist ein einziger Kampf. Selbst nicht wirklich viel wert zu sein, wenn man dieses oder jenes nicht erreicht hat. Irgendwann war ich des Kämpfens müde und legte meinen Fokus einfach aufs Sein (nicht weil ich es so sehr wollte, sondern weil ich einfach nicht mehr anders konnte) – und was passierte? Plötzlich kam alles wie von selbst. Just zu der Zeit als ich nicht mehr darum kämpfte, und nicht einmal mehr an das einmal so Erstrebensbenswerte dachte. Es war da – auf eine andere Art und Weise – aber es war da, und ich hatte es nicht einmal richtig wahrgenommen.

    Der folgende Auszug aus Deinem Beitrag hat mich zum Lächeln gebracht, erinnert er mich doch sehr an mich, an eine Gefühlswelt die ich gut kannte….

    Es gibt aber auch diejenigen – da zähle ich auch dazu – die viel darüber nachdenken und so dann und wann die Frage an die geistige Welt abgeben, wann es denn nun endlich weiter ginge.

    Als Antwort kommt dann so was Ähnliches wie:

    “ ……hold the line……. hold the line………hold the line …………-”

    Irgendwann (wenn ich wieder mehr Zeit zum DENKEN habe 😉 werde wohl auch ich wieder das Gefühl haben in der Warteschleife zu hängen, und hoffe dann bereits geduldiger mit mir selbst und meiner Umwelt geworden zu sein….

    Liebe Conny, vielen lieben Dank und weiterhin alles, alles Liebe
    Sabine

    1. Liebe Sabine,

      es freut mich sehr von dir zu lesen und es freut mich, dass du mir deine Sichtweise erzählst. Ja ich war sicher immer sehr zielbewusst und ehrgeizig und für viele gebe ich das Bild ab, die starke Conny zu sein, die nichts umhaut. Aber das ist auch eine Prägung, die ich von klein auf mitbekommen habe.

      Ich hatte immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein und egal was ich tat, mir kam es vor, als ob es sowieso nie passen würde. Sätze wie:“aus dir wird nie was werden“, die sicher nur einfach so achtlos dahingesagt wurden, haben mich zur Kämpferin gemacht, die beweisen wollte, was sie alles leisten kann. Das ging so bis Mitte 30. Dann kam ein Zeitpunkt wo mir bewusst wurde, dass ich niemanden mehr was beweisen muss 🙂

      Wie jeder Prozess dauerte aber auch der noch eine kleine Zeit und das Gefühl „nicht gut genug zu sein!“ war wohl sehr lange noch in mir und ist auch jetzt noch im Kleinen vorhanden.

      Das „Fremdbestimmt sein“ kenne ich, wie viele andere auch sehr gut und ich bin auf dem besten Weg auf „Selbstbestimmung“ umzusteigen. Da hilft mir das Schreiben und mal sehen, was das für meine Zukunft bringt.

      Es ist jetzt an der Zeit dazu zu stehen, meine Wünsche auch preiszugeben und das alles hier öffentlich zu machen, war ein weiterer Schritt zu mir selbst.

      Viele von uns machen sich immer Sorgen, was die anderen wohl von uns denken werden, wenn wir dies und das tun und mit dieser Denkweise behindern wir uns selbst am Vorankommen oder am tiefer zu uns selbst zu kommen.

      Es ist ja schon alles in uns vorhanden, wir müssen es nur zulassen 🙂

      Alles Liebe Sabine
      Conny

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