Robert Kraxner – Carpe Diem

Mein Projekt: „Gibt es ein Leben VOR dem Tod“ geht weiter. Es freut mich sehr, dass sich so viele Personen dazu zu Wort melden.

Diesmal darf ich einen Gastbeitrag von Robert Kraxner bringen und das freut mich sehr!

Robert ist noch so jung und trotzdem schon so weit. Es freut mich immer wieder, von ihm zu lesen. Er erzählt uns heute, wie er das Leben sieht und wie er es für sich gestaltet. Danke, Robert!

„Carpe Diem“

Die Diskussion über das Leben nach dem Tod hat schon vor Jahrtausenden begonnen und ist auch heute noch ein aktuelles Thema. Verschiedene Ansichten und Meinungen sind entstanden, die Glaubensrichtungen und Kulturen geprägt haben.

Als Philosophie-Student kann die noch immer anhaltende Präsenz, der Frage über das Leben nach dem Tod, nur bestätigen!

Umso spannender finde ich es, die Sache nun von der anderen Seite aufzurollen und über das Leben vor dem Tod nachzudenken und diesen Artikel zu verfassen.

Wieso soll man sich überhaupt Gedanken über das Leben nach dem Tod machen, wenn alles „wichtige“ und „essenzielle“ im Jetzt stattfindet, also im Leben vor dem Tod?

Das Leben vor dem Tod ist unsere derzeitige Bestimmung und Berufung.

Die Zeit zwischen Geburt und Tod

Allgemein betrachtet und auf den Sprachgebrauch bezogen, bezeichnen wir Menschen die Zeit zwischen Geburt und Tod, als Leben.

Doch ist das Leben nicht viel mehr, als das, was in diesem kurzen Zeitfenster geschieht?

„Ein ewiges Rätsel ist das Leben und ein Geheimnis bleibt der Tod.“  –  Emanuel Geibel

Ist Leben gleich Leben?

Wenn ein Mensch auf dem Sterbebett liegt und auf sein Leben zurück blickt, möchte er sagen, dass er sein Leben gelebt hat.

Doch was bedeutet es eigentlich, sein Leben zu leben?

Jeden Tag aufzustehen um zu überleben? oder das Leben in vollen Zügen zu genießen und den eigenen Wünschen und Träumen zu folgen?

Wenn es sich um das Leben handelt, läuft es immer wieder auf den gegenwärtigen Augenblick hinaus: Das Jetzt bzw. dieser Augenblick ist das Einzige, was in deinem Leben real und relevant ist.

Lebe den Augenblick bewusst und du wirst beginnen, dein Leben tatsächlich zu leben.

Wie ich mein Leben gestalte

Ich persönlich habe mich bewusst dazu entschieden und daran gearbeitet, mein Leben zu leben und in vollen Zügen zu genießen. Das bedeutet nicht, dass ich faul auf der Haut liege und ein Leben ohne Ziele und Herausforderungen lebe.

Ganz im Gegenteil.

Mein Leben steht zurzeit auf 3 Säulen.

  1. meinem Philosophie-Studium
  2. meinem Blog bzw. Schreibaktivitäten
  3. meiner Selbstständigkeit als Coach und Vortragender

Diese 3 Säulen sind sehr zeitintensiv und nehmen einen Großteil meiner Zeit in Anspruch. Doch ich liebe was ich tue und genieße es, mein Leben zu leben.

Neben dieser Arbeit (ja ich bezeichne diese Aktivitäten als Arbeit, obwohl sie mir Spaß machen) bin ich immer offen für Aktivitäten, Vorhaben und Projekte die mich begeistern und Freude bereiten.

In diesem Moment, während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich zum Beispiel in einem Hotelzimmer in Stockholm und habe einen wunderbaren Tag hinter mir.  J

„Carpe Diem!“

Wie ich es geschafft habe, ein solches Leben zu führen

Als Teenager wollte ich unbedingt reich werden. Ich habe viele Erfolgsbücher studiert und mir einen Plan zurecht gelegt, der es mir ermöglichen sollte, bis zu meinem 26. Lebensjahr reich zu sein.

Meine Ziele waren materialistischer Natur. Die „wahren“ Werte habe ich nicht berücksichtigt.

Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich erkannt bzw. gespürt habe, dass es im Leben um mehr geht, als um finanziellen Reichtum und Besitz. Zu dieser Zeit arbeitete ich in einem technischen Beruf in der Automobilindustrie.

„Wahrer Reichtum besteht nicht im Besitz, sondern im Genießen.“ – Ralph Waldo Emerson

Der Weg zu meinem derzeitigen Leben war ein Prozess, der sich über ca. 2 Jahre gestreckt hat. (Natürlich ist das ganze Leben ein Teil dieses Prozess und endet im Grunde genommen nie.) In dieser Zeit habe ich ein Coaching genossen, sehr viel gelesen, geschrieben und eine Coaching-Ausbildung absolviert. Dadurch konnte ich mich persönlich stark weiterentwickeln.

Natürlich waren mit dieser Entwicklung auch einige mutige Schritte im Außen verbunden, die nötig waren, um meinen eigenen Weg einzuschlagen und meiner Entwicklung gerecht zu werden.

Ich bin der Meinung, dass jeder Lebensweg individuell ist und es kein Standardrezept für ein erfülltes Leben gibt. Jedoch möchte ich dir die wichtigsten Erfahrungen meines Weges weitergeben:

  • Mach kleine Schritte. Diese dafür regelmäßig.
  • Hol dir Unterstützung von einer außenstehenden Person. (Berater, Coach, Körperarbeit usw.)
  • Senke deine Fixkosten und beginne finanzielle Reserven anzusparen.
  • Vertraue auf deine Fähigkeiten und die Kraft deines eigenen Weges.
  • Sei dankbar für das, was du hast und für deine Entwicklung.
  • Such dir Menschen die dir Halt geben und deinen Weg unterstützen.
    • Wenn du selbst von deinem Weg überzeugt bist, wirst du diese Menschen automatisch anziehen.

Zeit zu leben

Ich bin mir sicher, dass du ein Vorhaben hast, das du schon lange vor dir herschiebst. Was wolltest du schon immer einmal machen?

  • Ein nobles Restaurant besuchen?
  • Einen Fallschirmsprung machen?
  • Eine bestimmte Reise unternehmen?
  • Einen Menschen sagen, wie gern du ihn hast?

Setze dieses Vorhaben gleich in die Tat um bzw. bereite dich dafür vor. Hol jetzt deinen Terminkalender heraus und reserviere einen Tisch in deinem Traumrestaurant, buche einen Fallschirmsprung usw. Was immer es auch ist!

Mach es jetzt!

Wenn dein Vorhaben größerer Natur ist und nicht sofort umsetzbar ist, überlege dir, wie der erste bzw. nächste Schritt aussehen könnte und setze diesen in die Tat um.

Welches Vorhaben setzt du in die Tat um?

Über Robert Kraxner:

Robert KraxnerAuf seinem Blog schreibt Robert über das Thema Berufung und unterstützt Menschen dabei, ihren eigenen Weg einzuschlagen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Individualität und Besonderheit jedes einzelnen Menschen zu fördern und zu unterstützen. Robert ist als Blogger, Coach und Vortragender tätig. Hier kommst du zum Blog von Robert.

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9 Kommentare, sei der nächste!

  1. Tolle Ideen. Heute komme ich zurück von der Beerdigung meiner Tante. Sie war schwer Krank und hat die Krankheit als Chance gesehen, sich selbst besser wahrzunehmen und einigen Menschen zu vergeben. Man muss das Leben einfach genießen alles andere hat kein Wert.

    1. Da hast du recht, Ralf – das Leben einfach genießen – ist ja EINFACH, oder? 🙂
      Manchmal beoabachte ich gerne die Menschen und es ist echt spannend, wie wenig sie manchmal genießen. Das Genießen ist manchmal komplett abhanden gekommen. Die Wahrnehmung liegt nur darauf, was sie nicht haben und nicht auf das was sie haben. Habe den heutigen Nachmittag dazu verwendet, im Garten zu sein – es war herrlich. Die Ruhe, das Vogerlzwitschern, die Blumen und Pflanzen. Wir haben so viel, wir müssen es nur sehen 🙂 Alles Liebe Cornelia

  2. Sehr einfühlsam und wertvoll geschrieben, Robert! Es tut gut zu wissen, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich mehr Gedanken über sich und den Wert des Lebens machen und sich vor allem in jungen Jahren nicht schon den alten Systemen verschreiben, die nicht wirklich glücklich machen!
    LG
    Sybille

    1. Hi Sybille,

      danke für deine Worte.
      Ich habe auch eine Zeit gehabt, in denen ich (extrem) auf Materialismus und Kapital aus war.
      Durch den ständigen Druck, den ich damals empfunden habe, habe ich erkannt, dass im Leben ganz andere Werte zählen.

      Die Zeit für neue Wege ist gekommen. 🙂

      DANKE
      Alles Liebe
      Robert

    2. Ja Sybille, es ist wirklich schön! Mir gefällt es so gut, dass wir von unseren Kindern in dieser Hinsicht wirklich viel lernen können. Diese Lockerheit und dieses Selbstbewusstsein den eigenen Weg zu gehen – da können wir uns einige Scheiben abschneiden. 🙂
      Alles Liebe
      Cornelia

  3. Schöner Artikel, Robert!

    Ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass es bei allem Fokus auf die Hauptarbeit auch immer wieder gut tut diese „Dinge, die ich immer mal machen wollte“ anzugehen. Das gibt mir eine unglaubliche Motivation und macht mein Leben abwechslungsreich und lebenswert.

    Ganz liebe Grüße!

    Ben

    1. Hi Ben,

      ich bin davon überzeugt, dass die Dinge, welche man immer schon einmal machen wollte, die Produktivität der eigentlichen Arbeit fördern.
      Abwechslung bringt Schwung und Energie in die Sache und ermöglicht es, Angelegenheiten von einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

      Alles Liebe
      Robert

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