Pflücke deine Träume

Ein neuer Artikel zum Projekt: „Gibt es ein Leben VOR dem Tod“

heute ein Gastbeitrag von Astrid von Weittenhiller. Sie machte sich Gedanken über meine Überschrift. Ich freue mich sehr, dass sie dazu für mich einen Gastbeitrag schrieb! Danke Astrid!

Pflücke Deine Träume!

Gibt es ein Leben vor dem Tod?Pflücke_deine_Träume

Ich hatte mal ein Handy, das vorgegebene SMS-Nachrichten zur Verfügung stellte. Eine davon war:

„Die Antwort ist: Ja“

Ja, es gibt ein Leben vor dem Tod – wenn du das möchtest.

Für mich ist ein Leben vor dem Tod ein Leben, an das ich mich einmal gerne zurück erinnere. Ich möchte stolz darauf sein, was ich getan habe, mit wem ich meine Zeit verbracht habe und welche Spuren ich hinterlasse. Der Tod kommt – das ist sicher. Aber bis dahin möchte ich wirklich und bewusst jeden Tag da sein.

Warum fällt es vielen so schwer wirklich zu leben?

Es gab eine Zeit, da hatte ich das Gefühl nicht mehr zu leben. Ich hatte stattdessen funktioniert. Ich zeigte der Welt die Zähne, was als Lächeln verstanden wurde. Aber meine Augen lächelten nicht – oder zumindest nicht so wie sie können.

Was war nur mit mir passiert? Wie konnte ich mich nur so sehr verlieren?
Auf der Suche nach Liebe und Anerkennung hatte ich mich derart angepasst, dass ich mich selbst nicht wieder erkannte. Ich war zur Marionette geworden. Und hatte vergessen auf mich selbst und meine Bedürfnisse zu achten.

Wie ich heute weiß, passiert das vielen von uns. Besonders sensiblen und Harmonie bedürftige Menschen verlassen so ihren eigenen Weg. Sie tun, was von ihnen wirklich oder auch nur vermeintlich erwartet wird. Doch die Erwartungen anderer sind die Erwartungen anderer.

Es war ein langes, zähes Ringen, mir mein Leben wieder zurück zu erobern. Und noch heute frage ich mich manchmal, wie ich es so weit hatte kommen lassen.
Um andere Menschen zu ermutigen, ihr Leben zu leben, ihre Einzigartigkeit zu entdecken und in die Welt zu bringen, wurde ich Coach und Blogger.

Vorschlag für meine Grabinschrift: Gelebt hat er nur die Zeit, die er sich genommen hat.  (Hans-Curt Flemming)

Du weißt nicht, was deinem Leben Bedeutung gibt

Was kann man tun, wenn man vor seinem Leben steht wie vor einem Berg? Wenn man gar keine Ahnung hat, wohin der Weg gehen soll?

Das Schöne ist, es gibt in uns einen großartigen Kompass, der uns den Weg zeigt: unser Herz! Vielleicht sagst du innere Stimme, Intuition oder Gefühl dazu. Ich nenne es halt Herz.
Es kann sein, dass es für dich zunächst schwierig ist, die leise Stimme in dir zu hören. Vor allem, wenn du sie lange unterdrückt hast.

Nimm dir Zeit und sei geduldig mit dir. Es ist viel einfacher, als du jetzt vielleicht denkst. Es ist genauso wie du weißt, ob du jetzt gerade lieber Pizza oder Spaghetti magst. Tief in dir weißt du auch, was du gerne tust und was gut für dich ist. Um es dir bewusst zu machen, gibt es eine einfache Übung.

Schreibe für eine Weile regelmäßig auf, was du gerade tust. Dann notiere dir ganz spontan wie gerne du es machst. Die Basis dafür ist eine Skala von 1-10. Dabei ist 1 das Schrecklichste, was es nur gibt und 10 die pure Wonne. Tätigkeiten unter 3 solltest du am besten delegieren oder möglichst kurz halten. Alles mit einer 7 oder höher sind Dinge, von denen dein Herz gerne mehr hätte. Versuche davon mehr in deinen Alltag zu bekommen.

Das sind die Tätigkeiten für die Du eine Begabung hast, die du besonders gut kannst und dich einzigartig machen. Die Natur, eine höhere Instanz oder was auch immer hat es nämlich wirklich gut eingerichtet. Nicht das, wofür wir schwer arbeiten müssen und uns viel Überwindung kostet, ist unsere Bestimmung. Ganz im Gegenteil. Es sind die Dinge, die uns leicht von der Hand gehen, die einfach für uns sind und uns Freude bereiten. Da verstecken sich unsere Begabungen. Hier können wir unserem Leben besondere Bedeutung geben.

Ja, das Leben darf leicht sein und es macht Spaß!

Du weißt nicht, wie du das bekommst, was du dir wünschst

Oft bringen wir die Dinge durcheinander und versuche den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun.  Manchmal wissen wir nicht genug und können uns nicht vorstellen, dass wir ein großartiges Leben führen werden. Dann überlagern wir die Stimme des Herzens mit Bedenken, Zweifeln und Unmöglichkeiten.

Doch der erste Schritt ist, Deine Träume zuzulassen. Wie soll dein Kompass funktionieren, wenn du eine Eisenmauer drum herum errichtest? Auch wenn du keine Ahnung hast, wie es jemals wahr werden soll, akzeptiere die Botschaften. Am besten, du notierst dir alle deine Wünsche und Sehnsüchte wie ein Forscher die interessanten Eigenschaften einer neuen Spezies aufschreibt. Es ist vielleicht ungewohnt mal offen und ohne Bewertungen dich selbst und deine Bedürfnisse zu beobachten. Aber es ist wirklich aufregend und erhellend!

Wie bei allem, was wir neu lernen, wird dir auch das mit der Zeit leichter fallen. Du wirst immer deutlicher erkennen, was gut für dich ist und was du eher meiden solltest.

Jetzt kommt der zweite Schritt, nämlich die Umsetzung. Nun dürfen die Stimmen in deinem Kopf mit dem plappern anfangen. Ab sofort ist nämlich der Stratege in dir gefragt: dein Hirn!
Die Zweifel und Bedenken, die dich bisher geplagt hatten, werden nun von dir angeleitet. Frage sie, warum dein Wunsch klappen kann. Gib deinem Hirn eine sinnvolle Aufgabe und lasse dich überraschen, was für tolle Lösungen es dir bietet. Vielleicht noch nicht beim ersten Mal. Aber du lässt ja nicht locker und fragst es immer wieder, richtig?

Du bist nicht allein

Dann kann die Zeit kommen, wo du offen über deine Wünsche reden kannst. Vielleicht schwärmst du deiner besten Freundin von deinen Plänen vor.
Es kann sein, dass nicht alle Menschen dich unterstützen werden. Viele, die selbst in ihrem Ängsten verstrickt sind, sehen es nicht gerne, wenn jemand versucht sein Gefängnis zu verlassen. Wie die Hummer im Korb versuchen diese Menschen, dich wieder herunter zu ziehen. Lass dich davon nicht abschrecken.

Es gibt auch andere, die deine Träume teilen. Menschen, die selbst auf dem Weg sind. Diese Leute können Dich unterstützen, so wie du sie unterstützen kannst. Suche dir Gleichgesinnte! Das ist heute im Zeitalter von Internet einfacher als je zuvor. Selbst wenn du ein besonderes Interesse hast, kannst du sehr leicht jemand anderen finden, der deine Begeisterung teilt.  Die Foren sind voll von Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, herauszufinden wer sie sind und was sie ausmacht. Dort findest du viele Verbündete für deine Ziele.

Tatsächlich denken wir oft, dass etwas unmöglich ist. Dabei fehlt uns nur die notwendige Information dazu.

Zum Beispiel wollte eine Coaching-Kundin unbedingt etwas mit Massagen tun, fühlte sich aber zu alt für eine klassische Ausbildung. Außerdem war sie skeptisch, ob sie wirklich hauptberuflich als Masseurin arbeiten wollte. Ich erzählte ihr von den unterschiedlichen Energiemassagen, die ich kannte. Zufällig erwähnte ich auch die Klangmassagen, die zu dem Zeitpunkt noch nicht sehr verbreitet waren. Plötzlich leuchteten ihre Augen völlig begeistert auf. Sie war spontan Feuer und Flamme und wollte immer noch mehr darüber wissen. Kurz darauf besuchte sie einen Kurs. Es war genau das, was sie sich vorgestellt hatte!

Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt. (Bob Dylan)

Wenn du möchtest, gibt es auch für dich ein Leben vor dem Tod. Und es hat immer dann Bedeutung, wenn du dich dazu entscheidest.

 

Astrid_rd

Mein Name ist Astrid von Weittenhiller. Ich bin LiFEstyle Coach und schreibe den Blog LiFEcatcher.
Dabei geht es um ein Leben in Freude und Erfüllung, um strahlende Augen und den Mut, sich selbst treu zu sein und den eigenen Weg zu gehen.

Worauf wartest du noch?

 

 

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19 Kommentare, sei der nächste!

  1. Sehr schön Astrid. Ich erkenne mich in vielen Dingen wieder. Mein Handlungsvorsatz war auch immer “ Ich muss funktionieren “ und ich funktionierte sehr gut. Bis ich nicht mehr konnte und endlich den Mut aufbrachte und ausbrach.

    Die Idee mir der Skala finde ich sehr gut. Werde ich gleich mal umsetzen.

    Danke und Gruß.
    Danke Cornelia =)

    Matthias

  2. Liebe Cornelia,

    auch auf diesem Weg danke ich Dir ganz herzlich für die Einladung und die interessante Fragestellung. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht und es war schön, mal etwas anders zu schreiben als für meinen eigenen Blog.

    Ich wünsche Dir alles Gute und weiterhin ganz viel Erfolg. Ich freue mich auf Deine weiteren Artikel und bin schon gespannt, mit was Du uns noch überraschst.

    Herzliche Grüße -Astrid

    PS: Danke auch an alle, die hier so viele positive Worte zu meinem Text hinterlassen haben!

    1. Danke liebe Astrid. Auch mir hat es Spaß gemacht 🙂 Es ist sehr interessant zu einer Überschrift andere Meinungen zu bekommen und es freut mich sehr, dass über diese Frage nachgedacht wird. Deine Ausarbeitung hat mir sehr gut gefallen 🙂 Lasst uns ein Netzwerk bilden! Ich glaube, wenn viel mehr Menschen darüber nachdenken, wie sie ihr Leben wirklich gestalten, ob sie im Hier und Jetzt leben oder nur in der Vergangenheit oder Zukunft, sie viel bewusster durch ihr Leben gehen. LG Cornelia

  3. Liebe Astrid,
    Kompliment für diesen treffenden Beitrag. Ich fühle mich irgendwie „ertappt“. Und bedrückt. Ich hänge gerade in einer „Endlosschleife“ aus „gute Mutter sein wollen“, „gute Hausfrau sein wollen“, „anderen endlich mal gefallen wollen“, „vielleicht mal ein bißchen Anerkennung kriegen“. Leider klappt das so gar nicht. Ich fühle mich allein, kritisiert, nicht ernst genommen und anstatt mal auf den Tisch zu hauen, leide ich leise vor mich hin und bin unglückich. Ich habe einen Teilzeitjob, der praktisch ist, aber meilenweit unter meinen Möglichkeiten. Ich bin nun Ende 40, meine „Kleine“ wird im Juni 18, mein Mann geht in seinem Beruf auf und irgendwo dazwischen bin ich. Enttäuscht, traurig, mit einem Stapel Lebenshilfebücher auf dem Nachttisch (z.B. Salto Vitale „der Sprung in dein neues Leben“). Haha… Ich schreibe leidenschaftlich gern, habe sogar einen kleinen Blog, werde dafür von meiner Familie belächelt. Ich möchte so gerne mehr für mich tun, werde aber wirklich oft mit kränkenden Bemerkungen versorgt, ob mit Absicht oder unabsichtlich, sie treffen trotzdem.

    Nun bin ich zufällig auf diese Seite gestoßen und hoffe, ich kann hier ganz viel für mich persönlich „mitnehmen“. Ich habe gleich mal weitergelesen und konnte gar nicht mehr aufhören. Ich erkenne mich in sovielen Posts von dir wieder, liebe Cornelia, bzw. ich erkenne mein Verhalten wieder, dass es fast schon unglaublich ist. Du hast eine neue begeisterte Leserin und ich freue mich schon auf deine kommenden Posts!
    Ganz liebe Grüße
    Eva

    1. Liebe Eva, ich danke dir sehr für dieses offene Kommentar. Du sprichst hier Sachen an, die so viele Menschen betreffen, egal ob Mann oder Frau. Ich erkenne mich in deinem Kommentar wieder, so war ich noch vor einigen Jahren 🙂 ich kann dir aber etwas sagen: Es geht auch anders 🙂

      Der erste Schritt sollte aber der sein, dass DU dir zu allererst dir selbst die Liebe und Anerkennung gibst, die dir zusteht. Ich weiß, ist nicht einfach, aber Schritt für Schritt durchaus möglich! In meinen Beiträgen wirst du alle möglichen Geschichten dazu finden. Deine Familie hält dir den Spiegel vor! Ich konnte es nicht glauben, aber es ist tatsächlich so, dass sich dein Umfeld verändert, wenn deine Achtung zu dir selbst steigt, wenn du verstehst dass du WERT bis und wenn du zu deinen Wünschen stehst. Ich wünsche dir alles Gute und freue mich, dass du da bist. Alles Liebe Cornelia

  4. Liebe Astrid,
    liebe Cornelia,

    toller Artikel, gefällt mir sehr, das mit der Skala 1-10 finde ich echt super, muss ich glatt gleich ausprobieren. Einfache Methode für Klarheit, so etwas liebe ich 🙂

    Toll wie wir Frauen uns gegenseitig unterstützen!!! Miteinander, I like 🙂

    Herzlich Ute

  5. Hallo Astrid,

    schöner Artikel, danke. Danke für die Einsichten in dein Leben und danke für die tolle Anregung mit der Zahlenskala.

    Wobei ich glücklicherweise fast immer tun konnte, was mir in dem Moment Spass gemacht hat. Und sei es nur, dass ich einfach umdefiniert habe was mir Spass bringt. 😉

    Herzliche Grüße
    Ralf

  6. Ich möchte Deiner Frage: „Gib es ein Leben VOR dem Tod?“ noch eine genauso schöne Frage nebenbei stellen:
    „Gibts es intelligentes Leben AUF diesen Planeten?“

    Schöner Artikel, sehr inspirierend. Und er passt. Denn ich lese gerade das Buch „… trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager “ von Viktor Frankl. Das Buch geht mir an die Nieren (wem nicht?), aber die lebensbe-ja-ende Aussage finde ich auch hier, in Deinem Artikel.

    !! Danke !!

    1. Hallo lieber David,

      Danke für deine Frage. Auf alle Fälle gibt es intelligentes Leben auf diesem Planeten.Ich denke jedoch, dass viele dieser intelligenten Lebewesen noch etwas unbewusst das Leben gestalten. Viele sind von Angst getrieben, von Gier und Macht oder auch von Erwartungen an andere. Sie scheinen in einer Endlosschleife zu hängen, wollen Sachen erzwingen, Meinungen aufdrängen und nicht umdenken.

      Es passieren Kriege und Unmenschliches, oft weil sie glauben im Recht zu sein, oder das machen zu müssen, weil der andere das auch getan hat. Wie sagte Jesus? „Verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“

      Das kommt mir immer mehr in den Sinn. Ich brauche ja nur in der Umgebung schauen. Da verfeinden sich Eltern und Kinder, weil es unterschiedliche Auffassungen gibt, da kippen tolle Firmen, weil immer mehr und mehr erreicht werden soll, da türmen sich Aufgaben, die nur Stress verursachen, jedoch gefordert werden, um irgendwelchen Vorgaben und Strukturen zu entsprechen.

      JA es gibt intelligente Wesen und das wird wieder viel mehr zum Vorschein kommen, wenn sie wieder merken, dass es so nicht weiter gehen kann und sie wieder selbstverantwortlich das Leben in die Hand nehmen. Manchmal muss es wohl zuerst weh tun.

      LG Cornelia

      1. sitzen ein junger Mann und Jesus zusammen auf einer Bank. Fragt der junge Mann: „Jesus, wie kannst du zulassen, dass all die Kriege, die Ungerechtigkeiten und all diese Gewalt passieren?“

        Erwidert Jesus: „Komisch, das gleiche wollte ich Dich auch fragen!“
        🙂

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