Nichts essen und dafür zahlen?

Für alle, die so denken und irgendwie vielleicht doch so ab und zu das Gefühl haben, irgendwann in weiter Ferne einmal fasten zu wollen, schreibe ich diesen Artikel.

Aber auch für alle anderen, die das Thema einfach interessiert – natürlich 🙂

Ich und Andreas kommen gerade vom Heilfasten, es war das erste Mal für ihn und das zweite Mal in meiner Laufbahn.

Heilfasten ist die beste Methode den Körper zu entgiften, zu reinigen und damit die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Das ist der erste Grund, warum ich das so gerne mache.

Der 2. Grund ist der, dass man auch noch schön abnimmt und neu motiviert in die Nach-Fasten-Zeit startet.

Durch Fasten können zahlreiche Probleme wesentlich verbessert werden, z.B.: hohes Cholesterin, Harnsäureüberschuss, Gicht, Blutdruckbelastung, Vergiftung, Gewichtsprobleme, Immunschwäche, Nervosität, Darmträgheit, Schlafstörungen, Stoffwechselstörungen, Alltagsstress usw.

Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen. Jeder der mehr wissen möchte, kann unter Heilfasten nachlesen, es gibt viele Informationen darüber.

Viel lieber erzähle ich euch, wie das Heilfasten bei der Familie Dunst (Fastenhaus Dunst im Joglland) abläuft.

Roswitha und Robert Dunst leben nach dem Motto: „Fremde kommen und Freunde gehen!“ In 1040 m Höhe, mit viel Natur und Ruhe, wissen die beiden, wie man fastende Menschen liebevoll bewirtet, unterstützt und begleitet. Es ist wie eine große Familie und jeder wird herzlich aufgenommen. Hat jemand Kopfschmerzen oder zieht es in den Beinen, wissen sie Rat und Abhilfe und man fühlt sich nie alleine.

Ernährung:

FastensäfteEs gibt jeden Tag zu Mittag einen Obst- und einen Gemüsesaft und abends eine Gemüsesuppe, die schön langsam gelöffelt werden. Nicht so, wie wir das im Alltag oft tun, ab zum Mund und hinunter damit. Die Säfte werden liebevoll hergerichtet, sehr geschmackvoll serviert und schmecken ausgezeichnet.

Der große Vorteil beim Fasten ist ja auch, dass man wieder zum Genießen anfängt, bewusst das Essen bzw. die Säfte zu sich nimmt und den Geschmack vom Obst oder Gemüse neu entdeckt , was da ausgepresst wurde.

Zuhause wird das Essen ja oft nur so zwischendurch oder nebenbei, am besten noch während der Arbeit eingenommen, damit wir ja nichts versäumen. Dabei versäumen wir so viel! Die Qualität der Nahrung und den Genuss – die Arbeit wird in den Vordergrund gestellt und nicht, wie es wichtig wäre, die Nahrung, die wir zu uns nehmen.

Manchmal behandeln wir unser Auto besser, als unseren Körper. Das Auto kommt jedes Jahr zum Service und wir schauen, dass es ein gutes Öl bekommt. Bei uns selbst sparen wir, nehmen oft zweitklassige Lebensmittel, weil sie billiger sind und schaufeln diese auch noch ohne viel zu denken in uns hinein.

Bewegung

Die täglichen Programme von Morgenspaziergang und geführten Wanderungen bis zu Massagen, Vorträgen, Wassergymnastik, Qigong, Progressive WandernMuskelentspannung und Sauna führen dazu, dass die Bewegung stimmt, der Kreislauf stabil bleibt, die gute Laune steigt und der Gedanke an Essen keinen allzu großen Schrecken verursacht.

Ich wundere mich immer, das man doch so wandern kann, ohne viel im Magen. (Zugegeben, ich hatte schon zu tun, bei den Bergauf-Strecken, aber wahrscheinlich hätte ich das sowieso, so untrainiert wie ich noch vor der Fastenwoche war).

Spaß in der Gruppe

SchaukelnJa die Gruppe. Ich glaube, die Gruppe von Menschen, die alle in dieser Woche gemeinsam fasten, trägt zum größten Teil zum Erfolg bei. Natürlich kann man auch zuhause fasten, für mich wäre das aber nichts. Ich brauche die Menschen um mich herum, denen es gleich geht.

Jeder bekommt dieselbe flüssige Nahrung und möchte bewusst das Programm durchziehen. Alle wandern gemeinsam und haben Spaß miteinander.

Am lustigsten wird es, wenn alle anfangen bei Tisch Rezepte auszutauschen oder darüber zu lachen, an welches Gericht gerade gedacht wird. Die Augen drehen sich, der Speichel produziert sich fast von selbst und ein Gemurmel von „Mmmhhh“ und „Lecker“ geht durch die Runde. Andreas hatte immer Lust auf Wiener Schnitzel mit Pommes, obwohl er das kaum isst. 🙂

Ich muss aber auch sagen, dass diesmal die Gruppe einfach genial war, so verschieden und doch so zusammenpassend.

Fastenbrechen

Das Fastenbrechen wird im Fastenhaus Dunst so gestaltet, als ob es Weihnachten wäre. Das Esszimmer ist Fastenbrechenverschlossen und wird erst geöffnet, wenn alle da sind. Der Tisch ist fein gedeckt und die Augen leuchten, wenn der Apfel entdeckt wird. 🙂 Das ist wie Geschenke auspacken 🙂 So gut, wie nach dem Fasten, schmeckt sonst nie ein Apfel!

Alleine oder zu zweit?

Also ich muss ehrlich sagen, dass ich nach dem ersten Heilfasten mir nicht vorstellen konnte, das mit Partner zu machen. Ich habe meine Meinung geändert.

Wenn der Partner das freiwillig möchte und nicht „überredet“ wird, wird es kein Problem sein. Es gehört jedoch viel Vertrauen, Toleranz und Akzeptanz dazu. Jeder von den beiden sollte spüren, wenn der andere einen Rückzug braucht, gerade nicht sprechen möchte, müde ist oder vielleicht voller Tatentrang. Beiden sollte es klar sein, dass sich Fasten bei jedem anders auswirken kann und auch den Zweck haben sollte, innezuhalten und in sich hineinzuhören. Dafür benötigt jeder Zeit für sich selbst, die sich beide selbst und den anderen zugestehen sollen.

Bei uns hat es super funktioniert und ich bin für diese Erfahrung sehr dankbar.

Conclusio

Ich werde es auf alle Fälle wieder machen und empfehle jedem, der das auch möchte Roswitha und Robert Dunst zu besuchen. Nach dieser Woche fühlt man sich fit, erholt und voll Energie und vergisst sogar das Glaubersalz und die Einläufe zur Darmentleerung 😉

Zitat von Andreas heute Vormittag:

„Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich so eine Fastenkur wieder machen würde! Mein Magen fühlt sich total leicht an und mein Kopf etwas heller – tolle Mischung!

Alles Liebe

Cornelia, die wieder mit voller Energie die Flügel ausbreiten kann 🙂

 

 

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11 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Cornelia, gratuliere euch zum gelungenen Fasten. Ich habe gerade 7 Tage Heilfasten zu Hause hinter mir und habe nebenbei gearbeitet. Wir haben auch in einer Gruppe gefastet, allerdings mit nur wenigen gemeinsamen Treffen. Mir ist es sehr gut ergangen und ich durfte auch Gewicht zurücklassen. Heute habe ich mein Apferl genossen. Es war einach wunderbar schön. Ich verstehe euch!!
    Alles Liebe, Monika

    1. Wow Monika, großen Respekt! Die ersten drei Tage würde es mir sehr schwer fallen daneben zu arbeiten – ich hab da oft Kopfschmerzen. Danach geht es immer schon sehr gut. Trotzdem habe ich es genossen, keinen Stress ausgesetzt zu sein und deshalb auch Zeit für Wanderungen und viel Schlafen zu haben 🙂 Das Treffen mit der Gruppe ist sicher hilfreich, eine Gruppe trägt dich ja fast ins Ziel 🙂 Super! Freue mich schon, wenn wir uns wieder treffen! Alles Liebe Conny

    1. Super Robert,

      Fasten sollte ein Teil des Urlaubsanspruches werden 🙂 Wir hätten viel weniger kranke Menschen.
      Einmal im Jahr entgiften und reinigen – das wäre eine super Vorsorge
      Alles Liebe
      Cornelia

  2. Hola Cornelia,

    es scheint ja eine schöne Fastenfamilie zu sein, bei der Du mit Deinem Partner da warst. Ich werde heute noch Kontakt aufnehmen mit Roswitha und Robert Dunst, denn wir haben hier auf Mallorca viele FastenwanderInnen aus Österreich, denen ich diesen Kontakt gerne weiterempfehlen möchte.

    Vielen herzlichen Dank!

    Liebe Grüsse von der Sonneninsel sendet Dir

    Udo

      1. ….eine sehr gute Idee, Cornelia…da 300 Sonnentage im Jahr:-)…Du / ihr seid herzlich gerne eingeladen…ein Flugzeug erspart ihr euch ja, denn, ganz einfach: „Breite Deine Flügel aus“..:-)

        Alles Liebe und Gute

        Udo

    1. Hallo Neeltje,

      ich war heuer zum 7. mal fasten und es hat mir wieder sehr gut getan. Für mich ist es eine tolle Reinigung und Entgiftung und jedes mal anders.
      Diesmal ist es mir körperlich und seelisch richtig gut gegangen und ich freue mich schon wieder auf das nächste Mal.
      Inzwischen ist das für mich ein jährliches Ritual geworden und ich kann das nur wärmstens empfehlen.

      Fastenwandern habe ich mir auch schon angesehen und werde ich auf alle Fälle einmal machen. Ich bin allerdings gerne in einer Gruppe, wo alle fasten, das ist für mich leichter. Ich habe jedoch auch Freundinnen, die das zuhause allein machen und es toll hinbekommen.

      Auf alle Fälle wünsche ich dir viel Erfolg und vielleicht magst mir ja berichten, wenn du es durchgezogen hast.

      lg
      Cornelia

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