Komfortzone und warum wir tun, was wir tun!

Heute habe ich Geburtstag 🙂

Ich freue mich jedes Jahr auf diesen 18. Oktober, ich freue mich auf alle SMS, Mails, Facebookeinträge, Anrufe von Freunden und ich freue mich immer auf die Zeiten die noch kommen mögen.

Viele haben zum Geburtstag eine traurige Stimmung – wieder ein Jahr älter!

Ich sage:

„Wieder ein Jahr abgehakt :-), wieder ein Jahr weiser geworden, wieder ein Stück meines Weges weitergegangen!

Doch weil mein letztes Jahr für mich eher schwierig war, weil ich oft sehr an meine Grenzen ging und mir viel zu wenig Pausen genehmigte, widme ich diesen Tag der

Komfortzone 🙂 – die manchmal alles andere als sehr komfortabel ist.

Es gab noch nie so viel Literatur, Seminare, Workshops darüber, wie wir ausgeglichener, gesünder, erfolgreicher oder zufriedener leben können. Doch schaut man aufmerksam seine unmittelbaren Mitmenschen und auch sich selbst an, scheint es, als ob alle vor der vollen Schüssel an Angeboten verhungern würden.

Da gibt es im ganzen Universum so viel, was wir nur annehmen müssten und trotzdem lassen wir uns hetzen und stressen und von außen diktieren.

  • Wir rechtfertigen uns, warum wir im Krankenstand von zuhause aus arbeiten – wir  können ja nicht alle anderen im Stich lassenuff, sind wir großzügig und unabkömmlich!
  • Wir schämen uns zuzugeben, dass wir uns überarbeitet fühlen und eine Pause brauchen – ich hab ja kein Fieber, also bin ich nicht krank!
  • Wir  glauben nur wichtig zu sein, wenn wir immer mehr und noch mehr erreichen.

Darüber vergessen wir ganz was wir wirklich wollen und belügen uns sehr oft selbst dabei.

Wir sollten nie vergessen, dass niemand außer uns selbst uns Fesseln auferlegen kann! Jeder Tag, jeder einzelne Augenblick, birgt so viele wundervolle Chancen für uns, wir müssten nur zugreifen und unsere Komfortzone verlassen.

Es ist ja nicht so, dass das Leben uns nicht darauf aufmerksam macht. Wir spüren ja alle selbst, wenn eine Veränderung nötig wäre. Manchmal früher, manchmal später.

Warum passiert uns das?

  • Wir alle haben gewisse Erfahrungen gemacht, Prägungen erhalten und bestimmte Vorstellungen vom Leben und den Möglichkeiten, die wir haben. Diese Vorstellungen können unendlich weit und offen sein oder, wie meistens der Fall, sehr eingeschränkt.
  • Wir setzen uns selbst Grenzen, weil wir uns nicht vorstellen können, dass noch viel mehr Potential in uns steckt und wir unsere gesamten Fähigkeiten vielleicht nicht einmal noch entdeckt haben.
  • Wir bilden uns Meinungen und die bleiben dann oft lange bestehen. Für manche Menschen gibt es überhaupt nur Schwarz oder Weiß und nur das was von der Wissenschaft bewiesen wurde.
  • Wir ziehen selbst eine Mauer um uns rundherum und fühlen uns in dieser Umgrenzung ziemlich wohl – birgt sie ja eine gewisse Sicherheit. Da fühlen wir uns geborgen, da kennen wir uns aus und in diesem Terrain können wir uns ziemlich sicher bewegen. Da ist es uns auch ziemlich egal, dass es manchmal eben nicht so bequem ist.

Nur was ist hinter der Mauer?

Lauern da Gefahren? Was passiert, wenn ich mich da hinaus wage?  Gibt es da Nachteile für mich, weil ich mich dort noch nicht sicher fühle? Werde ich vielleicht zurückgewiesen, ausgelacht, beschimpft?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – wir alle kennen dieses Sprichwort!

Hinter der Mauer, unserer Komfortzone, die wir uns hart erarbeitet haben, verbirgt sich vielleicht eine

Überraschung!

Vielleicht eine schöne Überraschung!

Nur, wie sollen wir diese finden, wenn wir uns nicht trauen unsere Komfortzone zu verlassen? Und wenn wir uns endlich trauen und was verändern wollen, uns wirklich bemühen, dann erwacht das innere Schweinehündchen und zieht uns wieder in die Komfortzone zurück.

Es ist ja doch nicht so schlimm – es gibt Schlimmeres, mein Gott, die anderen geht es viel schlechter als mir. Was geht mir schon ab? Ist ja alles ganz kuschelig …. 🙂

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wirklich große Veränderungen nur passieren, wenn der Schmerz schon sehr groß ist oder der Wunsch aus tiefsten Herzen kommt.

Wenn ich es wirklich spüre, es schon fast riechen kann, dann ist die Zeit da. Vorher sind es Wünsche und Versuche und vielleicht Ahnungen, und wir haben haufenweise Erklärungen, warum es dann doch nicht funktioniert.

Trotzdem halte ich nichts davon jetzt zu sagen:

„Ok ich mach gar nichts, wenn es soweit ist, dann werde ich es spüren“.

Wir sollten schon auf uns hören, auf jeden kleinen Hinweis achten, immer wieder zur Ruhe kommen um in uns zu gehen, aufmerksam sein, immer wieder einmal eine Bestandsaufnahme machen, damit wir zumindest eine gewisse Richtung erkennen können.

Und dann Schritt für Schritt, mit etwas Mut, dem Ziel entgegen gehen, Augen auf, Ohren auf und wieder beginnen neugierig zu sein, offen zu sein und zu staunen.

Breite deine Flügel aus 🙂

 

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