Kennst du die bedingungslose Liebe?

Heute habe ich nicht vor dir irgendwelche Tipps zu geben oder Impulse. Heute stelle ich Fragen und vielleicht bekomme ich Antworten?

Matthias Brückner hat in seinem letzen Blogbeitrag: „Ein unperfektes Paar lernt, sich an den persönlichen Unterschieden zu erfreuen“ eine Kommentarwelle zwischen ihm, mir und Marco Behrens ausgelöst 🙂

Es ging um das Thema Erwartungen und der bedingungslosen Liebe.

Grundsätzlich kam dabei heraus, dass es bei einer bedingungslosen Liebe keine Erwartungen gibt und sollte man sich nicht für eine bedingungslose Liebe entscheiden, dann sollte man die Erwartungen ansprechen, damit der Partner weiß, was man will – er oder sie können ja nicht Gedankenlesen. (Manche vielleicht, aber nicht die Mehrheit :-))

So, meine 1. Frage war:

Wie kommt man in die bedingungslose Liebe und wie schafft man es, dort zu bleiben?

Die Antwort von Marco hat mir sehr gut gefallen, obwohl sie sicher für viele keine leichte Kost ist 🙂

Du kannst andere erst bedingungslos lieben, wenn du dich bedingungslos lieben kannst. Dich selbst bedingungslos lieben, kannst du indem du erkennst wer du wirklich bist. Erkennen wer du wirklich bist, kannst du indem du immer mehr Schatten/Unbewusstes in dir aufspürst und bewusst wahrnimmst. Solange du dann in diesem Bewusstsein bleibst, bleibst du auch in der bedingungslosen Liebe.

Für mich ist es klar, dass es so ist und trotzdem ist es auch für mich nicht immer einfach. Wo ich die bedingungslose Liebe schon immer gespürt habe, ist die zu meinen Kindern. Da gibt es nicht diese Erwartungs-Macht-Liebe-Spiele.

Die bedingungslose Liebe zu mir selbst klappt aber noch immer nicht ganz. Sie ist sicher über die Jahre gestiegen, ich weiß aber sehr wohl, dass da noch ein paar Schalen zu schälen sind 🙂

Das muss aber heißen, dass ich andere auch bedingungslos lieben kann, ohne mich 100%ig bedingungslos zu lieben, oder ist das zwischen Mutter und Kinder einfach da? (Obwohl ich da auch einige kenne, wo das nicht da ist ……… naja)

2. Frage:

Wie steigere ich meinen Selbstwert so, dass dies gar kein Thema mehr ist?

Marco: Du brauchst dein Selbstwert nicht zu steigern. Dies ist bereits unendlich groß. Das einzige was nötig ist, ist dies zu erkennen. Erkennen kannst du es, indem du dich immer wieder mit dir selbst auseinander setzt und dir selbst immer bewusster wirst.

Das gefällt mir ganz gut. Wir haben ja auch alles Wissen in uns und müssten es nur anzapfen. Warum soll das auch nicht mit dem Selbstwert so sein? NUR: Wie anzapfen? Was sage ich jemanden, der mich fragt: „Und wie soll ich da hin kommen?“

Bei mir funktioniert ja vieles mit Ruhe und Rückzug. Weg vom Lärm, weg vom Stress, weg von der Ablenkung. Zeit für mich und für meine Gefühle.

Viele Menschen mit denen ich spreche haben aber genau davor Angst. Angst vor dem allein mit sich sein, Angst vor der Stille. Die suchen regelrecht die Abwechslung und können und wollen sich nicht mit sich selbst beschäftigen.

Frage 3:

Wie gehe ich mit Erwartungen anderer um (die mich fast erdrücken)

Marco: Sobald du keine Erwartungen gegenüber anderen mehr hast (bedingungslose Liebe), wirst du auch kein Problem mehr mit den Erwartungen anderer haben. Du fühlst dich erdrückt, weil du sie für berechtigt hältst. Sobald du Erwartungen jeglicher Art nicht mehr für berechtigt hältst, werden sie dir nichts mehr anhaben können.

Du kannst das Gefühl des Erdrückt werden dazu nutzen, um es aufzulösen. Beobachte das aufsteigende Gefühl dabei ganz genau. Wo in deinem Körper ist es? Wie groß ist es ca? Ist es schwer (absteigend) oder leicht (aufsteigend)? Hat es eine Farbe, Geruch, Oberflächenstruktur und was immer dir noch so für mögliche Charaktereigenschaften des Gefühls einfallen. Dieses nimm dann einfach ganz bewusst wahr. Es kann sein, dass es dann ein anderes Gefühl in dir auslöst, beobachte und charakterisiere auch dieses. Irgendwann wird dann nichts mehr von dem Gefühl übrig bleiben und du bist befreit davon.

Danke Marco. Als ich das las, wusste ich, dass ich das immer schon tat, obwohl es mir nicht so bewusst war. Ich ziehe mich in solchen Situationen immer zurück und arbeite so ähnlich mit mir, wie du es beschrieben hast. d.h. ich kann das wirklich jedem empfehlen. Kann ich mich dann nicht zurückziehen, weil mich derjenige, oder diejenige gerade beim „Erdrücken“ nicht loslassen will, dann kommt die Löwin in mir hervor – die aber nicht so friedlich ist, wie auf meinem Bild 🙂

Fühlst du dich von den Erwartungen anderer erdrückt, dann zieh dich zurück. Nimm dieses Gefühl und lasse es zu, beobachte es so, wie Marco es beschrieben hat.

Ich habe dieses Thema heute noch mit einer ganz lieben Person diskutiert und da kamen Aussagen, die ich auch nicht so recht beantworten kann.

1. Statement: „Jeder hat Erwartungen“

2. Statement: „Hätte ich keine Erwartungen mehr an meine Partnerin/an meinen Partner, dann wäre er/sie mir egal“

3. Statement: „Die bedingungslose Liebe gibt es schon, die ist einfach da. Trotzdem habe ich Erwartung an die Partnerschaft. d.h. aber nicht, dass ich meinen Partner/meine Partnerin nicht mehr liebe, wenn sie das nicht erfüllt“

4. Statement: „Wenn ich keine Erwartungen/Bedürfnisse mehr habe, bin ich leer“

Ist das nun bedingungslos????? Sind Erwartungen und Bedürfnisse dasselbe??????

Zumindest zwei Antworten habe ich durch das Schreiben dieses Artikels schon erhalten:

1. Antwort:  Es gehört wohl ein sehr großes Bewusstsein dazu, bedingungslos zu lieben und ohne Erwartungen zu sein. Obwohl ich schon sehr viel mit mir gearbeitet habe, hört das wohl nicht auf 😉 Das ist LEBEN, oder? Immer wieder lernen, wachsen, hinfallen, aufstehen, weitergehen ……

2. Antwort: Ich weiß, dass ich schon viel weiß, aber noch immer nicht Allwissend bin 🙂

Ich bin noch nicht fertig mit dem Thema und ich würde mich sehr freuen, wenn wir darüber sprechen könnten, wie du die bedingungslose Liebe empfindest. Wie schaffst du es in ihr zu bleiben? Glaubst du überhaupt daran, dass es sie gibt? Was tust du dafür dich bedingungslos lieben zu können? Wie gehst du mit Erwartungen anderer um?

So viele Fragezeichen?????????????????????????????

Alles Liebe

Cornelia

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12 Kommentare, sei der nächste!

  1. Das sind echt mal interessante Fragen, die sich so einfach auch nicht beantworten lassen, da ja jeder andere Erwartungen hat. Erwartung heißt für mich auch, auf etwas warten, das noch nicht da ist. Die größte Erwartung ist wohl „Mach mich glücklich!“. Also BIN ich es noch nicht, und hoffe, es durch jemand anderen zu werden. Aber das erzeugt natürlich Abhängigkeit.
    Man kommt einfach nicht drumrum, erst muss man sich selbst lieben, und das heißt, man muss wissen, wer man ist, damit man sich auch in seiner Einzigartigkeit schätzen kann. Wenn ich an dem Punkt bin, bin ich glücklich mit mir, und mein Partner ist sozusagen nur noch das I-Tüpfelchen.
    Wichtig ist auch eine gesunde Balance zwischen Zusammensein und Alleinsein. Jeder braucht den Rückzug, um sich wieder zu spüren, in seine Mitte zu kommen und sich zu fragen, an welcher Stelle man gerade steht.
    Partnerschaft ist wohl das größte Lernfeld im Leben überhaupt. Man wird laufend gespiegelt und muss sich eingestehen, dass viele Sachen in einem selbst liegen, die man nach außen verlagert hat.
    LG
    Sybile

    1. Ja Sybille 🙂
      Danke für dein Kommentar – ich merke immer, dass sowas nur kommt, wenn ich nicht in meiner Mitte bin 🙂
      (und das passiert meistens, wenn ich zuwenig Rückzug habe)

      LG
      Cornelia

  2. Ein schöner Artikel. Bedingungslose Liebe ist das Ideal, und es ist gut, wenn wir das anstreben. Trotzdem sollten wir nicht verzweifeln, wenn wir mal in alte Muster zurückfallen. Wir sind alle nur Menschen.

    Und wie wäre es, wenn wir unsere Erwartungen in Wünsche umwandeln? Wünsche dürfen wir haben und auch aussprechen, aber der andere ist nicht verpflichtet, sie uns auch zu erfüllen.

    Ich hab gestern zu dem Thema gleich nochmal (angeregt durch Marcos Post und die Diskussion dazu) Robert Betz‘ Vortrag „Wahre Liebe lässt frei“ gehört. Der Mann hilft mir in solchen Beziehungsfragen immer weiter. Seine Vorträge gibt’s auf youtube, er erlaubt sogar das Hochladen und Teilen dort.

    1. Hallo Sandra, danke für deinen Hinweis mit dem Wünschen.
      Das finde ich schön, aber auch das was wir uns wünschen sollte angesprochen werden, damit der arme Partner nicht in ein Ratespiel kommt 🙂
      Danke auch für den Hinweis zu Robert Betz – sollte ich vielleicht wieder mal anhören 🙂

      Alles Liebe
      Cornelia

  3. Hi Cornelia 🙂

    ein echt schöner Artikel. So richtig spontan, offen und aufrichtig geschrieben :).

    „Kann ich mich dann nicht zurückziehen, weil mich derjenige, oder diejenige gerade beim “Erdrücken” nicht loslassen will, dann kommt die Löwin in mir hervor – die aber nicht so friedlich ist, wie auf meinem Bild :-)“
    Das ist sehr gut so. Das ist pure Aggression. Aggression ist ein Werkzeug der bedingungslosen Liebe, um die universelle Ordnung aufrecht zu erhalten. Mittels deiner Aggression trennst du dich vom Erdrücken des anderen, um bei dir bzw. der bedingungslosen Liebe zu bleiben.

    Ich werde mal auf deine vier Fragen eingehen und versuchen sie zu beantworten.
    1. Statement: “Jeder hat Erwartungen”
    Um zu wissen, dass JEDER Erwartungen hat, müsste man jeden kennen. Die meisten haben Erwartungen…das entspricht eher der Wahrheit. Dies ist zwar normal (entspricht der Norm), aber ist nicht natürlich. Von der Theorie her müsste jeder Buddha Erwartungsfrei sein. Da ich aber weder einen persönlich kenne, noch selbst einer bin, kann ich das nicht beurteilen.

    2. Statement: “Hätte ich keine Erwartungen mehr an meine Partnerin/an meinen Partner, dann wäre er/sie mir egal”
    Hast du irgendwelche Erwartungen an ein frisch geborenes Baby? Falls nein, ist es dir also egal! 🙂 totaler Quatsch. Richtig ist: „Hätte ich keine Erwartungen mehr an meine Partnerin/an meinem Partner, dann wäre /er/sie mir jederzeit gleichwertig.“

    3. Statement: “Die bedingungslose Liebe gibt es schon, die ist einfach da. Trotzdem habe ich Erwartung an die Partnerschaft. d.h. aber nicht, dass ich meinen Partner/meine Partnerin nicht mehr liebe, wenn sie das nicht erfüllt”
    Stimmt, die bedingungslose Liebe ist einfach da. Immer und überall. Uns wurde aber beigebracht die bedingte Liebe (unter anderem die Erwartungen) oben drauf zu setzen. So der zweite Teil der Frage/Aussage wird etwas knifflig :).
    Doch das heißt es. Sobald deine Erwartung nicht erfüllt wird, erkennst du, dass du einer Täuschung unterlegen warst. Danach kommt die rettende Enttäuschung (deshalb ist eine Enttäuschung auch eigentlich etwas positives ;)). Solange du dich in deiner („deiner“, weil du sie selbst erschaffen hast) Täuschung befindest, befindest du dich nicht mehr in der Wahrheit. Wenn du dich nicht in der Wahrheit befindest, befindest du dich außerhalb von ihr. Außerhalb der Wahrheit existiert keine Liebe. Somit kannst du in diesem Moment weder dich, noch irgend jemand oder irgend etwas anderes lieben. Auch deine Partnerin nicht.

    4. Statement: “Wenn ich keine Erwartungen/Bedürfnisse mehr habe, bin ich leer”
    Neben Erwartungen und Bedürfnissen gibt es noch einiges mehr, bis du zur Leere kommst. Aber innerhalb der Leere gibt es nicht Nichts, sondern dort existiert nur noch eins: die bedingungslose Liebe.

    „Sind Erwartungen und Bedürfnisse dasselbe??????“
    Nein. Eine Erwartung ist, wenn du glaubst/meinst, dass eine ganz bestimmte Zukunft eintreten wird. Tritt diese nicht ein, unterliegst du einer Täuschung und bist dann Enttäuscht.
    Ein Bedürfnis ist etwas, dass dein Geist oder Körper braucht. Zum Beispiel das Bedürfnis nach Bestätigung (Ego) oder Nahrung/Energiezufuhr.

    Liebe Grüße,
    Marco

    1. Lieber Marco,

      ich danke dir für diese ausführliche Antwort. Bei der puren Aggression musste ich lächeln, ja das ist wirklich pure Aggression – ich wundere mich dann immer, dass ich überhaupt so etwas in mir habe. Bin nämlich normal ziemlich die Ruhe in Person, aber in letzter Zeit kam es öfter vor, dass sich da so etwas geregt hat und sich dann entlud 🙂 Also da ist es wirklich besser, wenn man mich einfach in Ruhe lässt.

      Die Beantwortung des 2. Statements hat mir sehr gut gefallen. Da bin ich gleicher Meinung und jetzt auch sehr erleichtert. Ich hab nämlich auch darüber nachgedacht. Ich habe eigentlich nicht sehr viele Erwartungen und nach dem Statement habe ich mir überlegt, ob mir mein Partner nichts bedeutet. Aber das stimmt nicht. Ich bin auch drauf gekommen, dass ich nur Erwartungen habe, wenn ich mit mir selbst nicht im Reinen bin, wenn ich nicht in meiner Mitte bin. Dann kommt das vor. Bin ich aber vollkommen bei mir, dann fällt diese Erwartungshaltung weg oder es kommt eine und verflüchtigt sich gleich wieder. Es hat dann keine Bedeutung, ob sie erfüllt wird oder nicht.

      3. Statement: Ja, das sehe ich auch so. Wenn ich nun gerade nicht in meiner Mitte bin, wenn ich gerade in der Phase bin, wo mich alles stört und dann kommt da noch eine Erwartung daher, die ich in dem Moment hatte und der Partner hat diese einfach negiert, dann bin ich nicht in der Liebe und ich kann auch in diesem Moment nicht von Liebe sprechen und schon gar nicht in Liebe denken. Das heißt aber nicht, dass ich meinen Partner nicht liebe oder dass die Liebe weg ist, aber in diesem Moment habe ich ganz andere Gedanken und Gefühle.

      Spannendes Thema, ich musste sehr viel darüber nachdenken 🙂
      Fertig bin ich noch immer nicht 🙂
      Aber wann ist man das schon?

      Alles Liebe
      Cornelia

      PS: und weiterhin viel Spaß auf eurer Reise!

  4. Meine Empfehlung: Das Buch der bedingungslosen Liebe (M.u.P. Niedner)

    Es gibt Einblicke in die geistige Dimension der bedingungslosen Liebe und ist so geschrieben, dass es auch zum Fühlen einlädt, wenn man offen dafür ist. Es tut gut es zu lesen und gibt interessante Einblicke in Möglichkeiten, was bedingungslose Liebe ist oder sein kann. LG

  5. Danke euch allen für diese wunderbaren Kommentare. Ich muss nun mal alles sitzen lassen und darüber nachdenken. 🙂 Ab morgen bin ich auf einem WoE – Seminar, wahrscheinlich werde ich euch alle dann am Sonntag antworten.

    Auf alle Fälle vielen vielen Dank – ihr habt mir sehr geholfen und alle Kommentare haben mir sehr gut gefallen. Mir geht viel im Kopf herum und es freut mich sehr, dass ihr daran teilhabt.

    Alles Liebe
    Cornelia

  6. Hallo liebe Cornelia,

    Ich kenne den Artikel von Matthias – auch ich habe ihn kommentiert.
    Deinen Artikel finde ich sehr authentisch und offen. Ich finde es gut, dass Du selbst nachfragst und nach Antworten suchst. Viele nehmen es einfach hin und grämen sich dann ewig……

    Also ich kann Dir zu diesem Thema folgendes sagen:

    Bedingungslose Liebe gibt es !! 😉
    Jede Mutter die ihr Kind zum ersten Mal im Leben zu Gesicht bekommt verspürt bedingungslose Liebe. Wir lieben unser Gegenüber einfach dafür das es/er/sie da ist. Wir lieben es dafür das es/er/sie IST!!

    Natürlich dauert es eine gewisse Zeit (sehr individuell), bis wir dies erkennen aber anhand eines Beispiels wird es vielleicht verständlich:
    Ein Mädchen sieht einen jungen Mann – er sieht super aus, genau so wie sie es sich gewünscht hat – er ist freundlich und lieb. Kurz gesagt alles ist perfekt. Zu Beginn ihrer Beziehung würde sie (fast) nie auf den Gedanken kommen Bedingungen oder Erwartungen zu hegen.
    Diese kommen erst nach einer Weile……wenn uns der Partner dann unangenehme Seiten von uns selbst spiegelt. Diese möchten wir ja nicht an uns selbst verändern, sondern lieber „der Andere“…..

    Erwartungen sind dazu da erfüllt oder nicht erfüllt zu werden. Wenn mein Partner aber nicht von mir selbst erfährt, dass ich von ihm Pünktlichkeit erwarte – dann kann er sie auch nicht erfüllen. Der Beginn einer – wenn auch noch kleinen – Abwärtsspirale im Beziehungskarussel 😉

    Bedingungen gehören meiner Meinung nach überhaupt nicht in eine Liebe / Partnerschaft. Erwartungen nur, wenn sie rechtzeitig ausgesprochen werden und vom Partner auch ehrlich angenommen werden können. Ansonsten steht hier der DIALOG ganz groß im Fokus!!

    So, das sind meine Gedanken zum Thema bedingungslose Liebe.
    Wir können sie leben – wenn wir es wollen und bereit sind, dafür an uns und unseren Mustern zu arbeiten. Natürlich dürfen wir auch in alte Muster zurückfallen aber bitte NICHT hängen bleiben!!

    In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen wunderschönen Sonntag, voller Liebe und ohne Bedingungen!!

    LG Nicole

    1. Hallo Nicole,

      danke für dein Kommentar. Mir gefällt diese Passage sehr gut, wo du schreibst, dass die Erwartungen oder Bedingungen erst kommen, wenn der Partner die unangenehmen Seiten von uns spiegelt. Das finde ich passend, das könnte hinkommen. Da möchte er/sie, dass der andere sich verändert, damit man sich selbst nicht seinen versteckten Glaubenssätzen, Angewohnheiten usw. stellen muss.

      Der Unterschied zwischen Bedingungen und Erwartungen gefällt mir auch sehr gut. Ja Bedingungen haben gar nichts in der Liebe zu suchen – da gebe ich dir vollkommen recht. Das würde bei mir auch gar nicht mehr funktionieren, habe ich früher aber auch zugelassen und mich dadurch sehr unfrei gefühlt.

      Die Erwartungen, ja die Erwartungen. Es sollte wohl auch keine geben, aber das habe ich noch nicht erlebt. Wenn sie ausgesprochen werden, dann habe ich auch gar kein so großes Problem damit. Ich kann nur nicht damit umgehen, wenn ich sie erraten soll und der andere beleidigt ist, weil ich was nicht getan habe, obwohl ich nicht einmal weiß was. 🙂

      Also DIALOG – ja, Danke 🙂
      Alles Liebe
      Cornelia

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