Ich koche vor Wut – nehme ich die Bratpfanne oder gleich einen Hammer?

Wie gehst du mit deinen geliebten ARSCH-ENGEL um?

 

Von Robert Betz hörte ich vor Jahren zum ersten Mal den Begriff der ARSCH-Engel und er gefiel mir sehr gut.

Die Vorstellung, dass ich da eigentlich Engel um mich habe, die mich in den Hintern treten, nur damit ich zum Handeln komme, brachte mich zum Lachen.

Ab da stellte ich mir die ganz besonders schlimmen Arsch-Engel, die mir ganz besonders auf die Nerven gingen, als lächelnd, zwinkernde Engerl mit kleinen Hörnern vor, die nach dem Tritt in mein Hinterteil, pfeifend, in die Luft schauend herumstanden und so taten, als ob ihnen das alles nichts anginge.

Das Bild gefiel mir, denn vorher waren das bildlich gesehen immer rosarote Schweinchen, die sich drehten und mit dem Schwänzchen wackelten. (Obwohl mir dieses Bild auch immer sehr gut gefiel).

Plötzlich waren meine gemeinen Widersacher keine Schweine mehr, sondern Engel – welcher Aufstieg! 🙂

Die meiste Zeit funktionierte das sehr gut, doch vor zwei Wochen traf mich einer meiner lieben, doch noch vorhandenen, ARSCH-ENGEL besonders tief, indem er mich einfach ignorierte!

Der, den ich immer half, egal was er mir antat!

Durch dieses Ignorieren durfte ich eine ganz enorme Wuterfahrung machen. Sie hat mich fast umgehauen. Ich war schon lange nicht mehr richtig wütend und wusste im ersten Moment nicht wie ich damit umgehen sollte.

Diese Person war nicht zu erreichen, antwortete nicht auf meine Mails oder SMS, tat einfach so, als ob es mich nicht geben würde.

Was passierte?

Zuerst kam die Wut und ich fiel in den Strudel von Gedanken wie:

  • Das kann ja nicht sein!
  • ich war immer für ihn da
  • die ganze Scheiße habe ich immer mitgemacht
  • ich habe immer Rücksicht genommen
  • er ist so undankbar
  • ich habe mich für ihn aufgeopfert
  • das lasse ich mir nicht gefallen
  • der wird mich kennenlernen usw.

Durch meine jahrelange Arbeit mit mir selbst wusste ich jedoch schon, dass dies ein Aufarbeiten und Loslassen war. Mir war nur nie bewusst, dass ich da wohl noch irgendwie mit dieser Person zusammenhänge. Ich dachte, ich wäre schon lange über alles hinweg.

  • ich war ja immer so großzügig,
  • ich habe über die Verletzungen hinweggesehen
  • einiges habe ich wegerklärt
  • vieles entschuldigt mit: „er wusste es nicht besser“
  • und innerlich habe ich mich auf die Schulter geklopft und gesagt: „Ach du bist ja soooo gut“

Ein richtiger Verdrängungswettbewerb, sozusagen.

Doch nix da – irgendwann muss wohl alles raus 🙂

Nur wie damit umgehen?

  • Mit gleicher Münze heimzahlen?
  • Ihm alles heißen, was mir gerade in den Sinn kommt?
  • Einen Kochtopf durch die Gegend hauen?
  • Wie ein Rumpelstilzchen auf den Boden stampfen?
  • Einen Drohbrief schreiben?
  • Auge um Auge – Zahn um Zahn – auf in den Kampf!

Das mag im ersten Moment alles toll und befreiend sein und dadurch kann man sicher Dampf ablassen. Die eigene Verletzung könnten wir der anderen Person zurückgeben, doch würde das überhaupt so ankommen?

Und was passiert denn dann wirklich?

  • Indem du das tust kommst du in eine Energie, die nicht gut tut. Das gute Gefühl ist nur sehr kurzfristig und nicht sehr befriedigend, denn: Du verletzt dich damit selbst.
  • Du merkst, wie sich allmählich ein Klos in deiner Bauchgegend bildet, wie es in dir rumort und du dich müde und ausgelaugt fühlst.

Dann kommt die Entscheidung:

Wird es tatsächlich besser, wenn ich dieser Person all diese Schmerzen wünsche, die sie mir zugefügt hat? Verändert sich dadurch etwas zum Guten? Oder ist nicht das Gegenteil der Fall?

Dieser Mensch kann dich ja nur verletzen, weil da noch irgendetwas in dir ist, mit dem du nicht in Frieden bist.

Der andere ist ja nur ein Spiegel – auch wenn er dir nicht mehr begegnet, weil ihr euch nicht mehr seht, ist er trotzdem ein Spiegel. Er berührt dich mit seinen Taten und seinem „Abhanden-sein!“

Bei mir war es definitiv die Fürsorge und die Anteilnahme, die ich mir selbst nicht so gab, weil ich sie ihm gab. Auch noch nach Jahren nahm ich Rücksicht, damit es dieser Person gut ging und vergaß dabei ganz auf meine Ansprüche.

Diese Erkenntnis tat weh und machte mich zornig – auf mich selbst!

Ich entschloss mich eine Wende nach Innen zu machen (obwohl ich schon gestehen muss, dass ich ihm diesmal gerne die Eisenpfanne um den Schädel gehauen hätte ……….. tja)

 Was habe ich gemacht? Was kann man da tun?

  • ich akzeptierte die Wut einfach (das machte ich früher nie, ich sah das als Schwäche an)
  • ich atmete in die Wut hinein – so wie bei der Geburt, wenn man in den Schmerz atmet
  • dabei stellte ich mir vor, diese geballte Ladung an Wut in Kraft für mich umzuwandeln
  • danach holte ich die Verletzungen, die damals passiert waren, her, sah sie bewusst an und unterdrückte meine Gefühle nicht mehr
  • die Tränen waren sehr befreiend!
  • ich nahm mich selbst in den Arm, wie eine Mutter ihr Kind
  • dann kam die schwerste Arbeit für mich – ich segnete ihn.

Für alle, die spirituell arbeiten, ist das klar, wie wichtig dies ist und trotzdem wissen sicher auch alle, wie schwer das sein kann.

Mein Ego meldete sich zu Wort:Bratpfanne

Was du willst ihn segnen? Weißt du nicht mehr, was er alles gemacht hat? So wie er dich behandelt hat? Wie er dich jetzt behandelt? Nimm doch die Bratpfanne!  bla bla bla

 

Gut, ich beschäftigte mich also auch kurz mit meinem Ego. So ähnlich: „Mein liebes Ego, ich weiß du findest das überhaupt nicht fair, aber ich verspreche dir, dass es uns danach viel besser geht………………..“

  • Danach kam noch eine schwere Aufgabe: Verantwortung für meinen Schmerz übernehmen und das Verzeihen! „Ich verzeihe dir und ich verzeihe mir“
  • Zum Abschluss noch das Bedanken! „Ich bedanke mich bei dir für dein jetziges Verhalten, weil dadurch wurde mir bewusst, dass da noch alter Schmerz in mir schlummert!“

Das Bedanken fiel mir nicht schwer, weil ich wirklich wusste, dass es so war. Diese Wut und dieser tiefe Schmerz wären mir nicht bewusst geworden, hätte er mich nun nicht so behandelt. Dafür bin ich sehr dankbar! Alles was bewusst wird, kann gehen und glaube mir, ich möchte das auch gar nicht behalten 🙂

Mir ging es dann viel besser, aber abgeschlossen war es noch nicht. Ich bekam noch ein paar Sachen aufgezeigt, die mich ziemlich forderten. Also musste ich meine Übungen noch intensiver machen, um noch tiefer zu gehen.

Das waren 3 Tage bis zur Auferstehung 🙂

Jetzt kann ich sagen: Ich habe wieder einige Altlasten abgetragen, Ballast abgeworfen, Bänder zerschnitten und Schuldgefühle gehen lassen.

Ich bin frei und das ist gut so.

Mich würde es interessieren, was du so machst, wenn du verletzt wirst oder wütend bist?

  • Bist du ein Verdrängungskünstler? (so wie ich lange Zeit?)
  • Schreist oder weinst du?
  • schaust du dir die Sachen von einer anderen Seite an?
  • redest mit Freunden
  • oder nimmst du die Bratpfanne? 😉

 

Alles Liebe

Cornelia

PS: Du kannst auch einen Liebesbrief an deinen Arsch-Engel schreiben (ohne ihn abzuschicken) – aber zu dem Thema komme ich später 🙂

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14 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo liebe Cornelia!

    Also vorab einmal, bei deinem „Arsch-Engel“-Zitat musste ich schon mal herzhaft lachen!
    Ich habe zwar schon den Namen Robert Petz öfter zu hören bekommen, aber das Wortspiel „Arsch-Engel“ ist mir bis dato noch nicht begegnet, aber/und ich finde dies Kombi wunderbar!

    Alleine für den lohnt es sich schon mal den ersten Schwinger der Bratpfanne abzufangen und sich hinzusetzen, und erst einmal über diesen neuen „Freund“ zu lächeln und mal tief Luft zu holen! 😉

    Des Weiteren kann ich dir aber nur zustimmen, ich denke jeder, der sich nur ein bisschen mit aufarbeiten und loslassen beschäftigt, weiß, wie schwer die Umsetzung in der Realität des Öfteren sein kann. Solange man die Dinge noch ruhig betrachten kann funktioniert das ja halbwegs gut, aber wenn dann die Bratpfannensituation mal hochkommt… da bedarf es doch einiges an „Transformationsarbeiten“ die man bereits irgendwo mal erfahren bzw. anwenden konnte oder zumindest schon mal darüber gelesen hatte…

    Dieser Artikel – wie alle anderen zuvor auch – hat wieder genau ins Schwarze getroffen, sodass es immer wieder aufmunternd ist auf deine Seite zu schauen und darin zu schmökern, welche übrigens sehr schön in neuem Stil erstrahlt.

    Also liebe Conny, bis bald und noch viel Freude mit deinem Blog!

    Alles Liebe
    Elke 😉

    1. Hallo liebe Elke,

      schön von dir zu lesen und schön, dass dir meine Arsch-Engerl gefallen haben. Ich muss auch immer schmunzeln 🙂
      Wenn da jemand mir gegenübersitzt und mich so ärgert oder respektlos behandelt, dann stell ich diese mir vor und es geht mir dann viel leichter.
      Muss dann nur aufpassen, dass ich nicht zum Lachen anfange – wäre echt peinlich, in manchen Situationen 😉

      Wie du die „Bratpfannensituation“ beschreibst, finde ich göttlich – da musste ich lachen 🙂

      Freue mich auch, dich bald wieder zu sehen
      lg
      Conny

      1. Hallo Cornelia und Elke!

        Cornelia, du hast dir sehr viel Mühe und auch Zeit für deinen oben angeführten Text genommen, er ist echt gut geworden.

        Wie ich sehe sind hier NUR Frauen die geantwortet haben…daher möchte ich den Anfang machen und mich der Frauenwelt stellen und die Sichtweise eines Mannes kundtun (kann ja nur für mich sprechen).

        Zuerst möchte ich festhalten, auch wenn´s dir bzw. der Elke gut gefällt, dass weder der Ausdruck „Arsch Engel“ ein toller Ausdruck für Euer Männliches Gegenüber ist… noch die „Bratpfanne“, ein hilfreiches Werkzeug der Liebe sein kann/darf- schützt die Männer 

        Du schreibst dass du einen deiner „Arsch Engel“ gegenüber gestanden bist, doch er dich ignorierte und keines Blickes würdigte….wo du doch so viel für ihn getan hast, was ja aus deiner Sicht bestimmt auch stimmt! ABER…hast du schon mal darüber nachgedacht ob es auch das war was ER wollte!? Du hast alles für ihn getan was „du für richtig gehalten hast“- doch war es auch das was er wollte bzw. was er sich vorstellte!??

        Ich erlebe es des Öfteren, dass Frauen dazu neigen folgenden Satz zu sagen „so ein Arsch ich hab alles für dieses Schwein getan und er lässt mich einfach sitzen“!!
        Damit ihr mir jetzt nicht gleich die Bratpfanne übern Kopf zieht, muss ich auch zugeben, dass Männer nicht grade die Gesprächigsten sind bzw. sich mit dem Wiedergeben von richtigen Wörtern, nennen wir es mal so, ein klein wenig schwer tun.  Aber glaubt mir wenn ich sage dass die Männer genauso Gefühle haben und diese euch auch gerne mitteilen würden….doch irgendwie stolpern sie bei dem Versuch dann immer und immer wieder.

        Zurück zum wollen- Wann ist ein Mann bereit für eine fixe Beziehung!? Gute Frage, gell  Wir überspringen diese Antwort einfach  und schreiben munter übers wollen weiter…
        …Wenn ein Mann, den unerklärlichen Grund gefasst hast, sich einer Beziehung hinzugeben, dann hat er auch schon eine Frau (nennen wir sie Cornelia) dazu ausgesucht und viele Bilder im Kopf wie diese Beziehung laufen könnte. Klar, jetzt sagt Frau sicher, oje Fail, die Bilder im Kopf kann er gleich mal streichen, denn die muss er zuerst mit mir besprechen…ja ja schon klar 

        Arsch Engelchen und Claudia haben sich also gefunden und sind gerade dabei sich kennen zulernen. Jeder von uns weiß, dass die ersten 3-6 Monate sehr entscheidend sind, ob eine Beziehung draus wird oder nicht. Jedem von uns ist auch klar, dass in dieser zeigt sehr viel von der Rosaroten Brille verdeckt wird, was dann aber irgendwann zum Vorschein kommt und sich als Problem herausstellt.
        Arsch Engelchen und Cornelia sind nun bei den entscheidenden 6 Monaten angekommen und Arsch Engelchen fällt die Rosarote Brille ab und erkennt eine grobe Unstimmigkeit. Arsch Engelchen erklärt Cornelia um was es geht und gibt sogar Lösungsvorschläge gleich mit dazu….Cornelia tut diese Unstimmigkeit aber als ungerechtfertigt ab und gibt Arsch Engelchen vielleicht sogar noch die Schuld für diese Unstimmigkeit….gaaaaanz schlechte Kombi!
        Arsch Engel versucht zu erklären und zu erklären…doch irgendwann gibt Arsch Engelchen auf und fliegt davon.

        So liebe Cornelia, nun komme ich wieder zu dir und den von dir nichtverstandenem Verhalten deines Arsch Engels zurück.

        Du triffst durch Zufall diesen Arsch Engel wieder und er ignoriert dich total, also ich kann ihn Verstehen. 
        Aber du kannst mir eines glauben, es fällt ihm schwer dich zu ignorieren! Genauso wie es ihm schwer gefallen ist dich überall zu sperren und sich auch nicht mehr zu melden…schließlich warst du seine Traumfrau mit der er eine Beziehung eingehen wollte.

        Wie sollst du damit umgehen:

        Mit gleicher Münze heimzahlen- keine gute Idee!

        Ihm Nettigkeiten an den Kopf werfen- ok, lass ich gelten

        Einen Kochtopf durch die Gegend werfen- sollte ein Topf fliegen können, dann hätte Gott ihm Flügel gegeben…also lass den Topf wo er ist.

        Einen Drohbrief schreiben- er hat bestimmt einen guten Anwalt…

        Also, mein Rat:

        Vielleicht mal über dich selbst nachdenken…den wie oben schon erwähnt, vielleicht hast du zu viel immer alles aus deiner Sicht gesehen und nicht auch aus seinen Augen!
        Versetz dich in seine Lage…ein Mann, der endlich seine Hörner abgestoßen hat, schwört dir seine Liebe und möchte DICH zu seiner Partnerin haben…nicht für 2-4 Jahre, Nein, er möchte DICH für den Rest seines Lebens an seiner Seite haben…doch er kann es nicht, WEIL, du einen anderen Blickwinkel hast….

        So liebe Cornelia, nun haben wir eine kleine Geschichte gelesen wie sie bei tausenden Menschen zutreffen könnte und vielleicht verwirrt dich diese Geschichte auch, da es irgendwie keinen Sinn macht warum ich dies schreibe.

        Mir geht es einfach darum, dass wir wissen wie unterschiedlich Mann und Frau in der Kommunikation miteinander sind, es aber doch immer zu Streitigkeiten kommt. Versucht den Männern doch mal wirklich zuzuhören…versucht, die wenigen Worte die er spricht und ständig wiederholt, doch mal zu verstehen…ihr werdet drauf kommen das er euch von Herzen liebt und sich, genauso wie ihr Frauen, ein gemeinsames Leben wünscht!

        @Elke

        Was deine Zustimmung in deinem dritten Absatz betrifft….

        …kann es sein das du ne kleine gachzornige Frau bist- es wäre wegen der Bratpfanne!? 

        …aufarbeiten und loslassen ist gut…man sollte aber immer daran denken „was Frau gerade aufarbeitet und loslässt“….es könnte eine perfekte Partnerschaft sein!

        So, dass war´s von mir

        Lg Marcell

        1. Hallo Marcell,

          danke für dieses lange Kommentar, indem du ganz was Wichtiges beschreibst.

          Aber zu erst einmal zum „Arsch-Engerl!“ Mit Arsch-Engerl ist nicht unbedingt ein Mann gemeint, das kann auch eine Frau sein. Und es soll keine Beleidigung im Sinne von: „Der Arsch hat …. “ sein, sondern ist ein „Synonym“ für etwas oder jemanden, der uns weh tut (oder sagen wir, wir denken, dass er/sie/es uns weh tut, weil wir eben – so wie du das schön beschreibst – ein falsches Bild im Kopf haben).

          Und da wir uns was einbilden, wie was zu sein hat oder wie dein Partner zu sein hat, geben wir uns oft selbst auf und dann haben wir das „Problem“. Nein, wir sind dann eben nicht achtsam, was der andere überhaupt will, weil wir ja gar nicht wissen, was wir selbst wollen. Oder weil wir mit dem Partner nicht darüber sprechen, was wir wollen.

          So gehen viele Partnerschaften kaputt – leider – es ist so.

          Alles was du geschrieben hast gilt für beide Seiten. Wir Frauen hören öfter mal nicht zu und ihr Männer auch nicht. Das ist Tatsache. Wir Frauen haben oft ein Bild im Kopf und ihr Männer auch. Das ist auch so.

          Das alles ist nicht schlimm, es sollte nur offen darüber gesprochen werden und dazu sind viele nicht bereit. Vielleicht will man den anderen nicht verletzen? Oder man will halt Harmonie? Keinen Streit, keinen Stress usw. ? Viele können auch nicht damit umgehen, wenn der Partner was anspricht, was er/sie sich halt nicht vorstellen können. Ich habe daraus gelernt und bin inzwischen sehr klar geworden, spreche auch aus, was ich will oder nicht will, das ist allerdings für das Gegenüber auch nicht immer sehr einfach, ich finde es aber fair.

          Als ich diesen Artikel mit der Wut geschrieben habe, sind alle Emotionen hochgekommen, die noch so vergraben waren. Ich habe sehr wohl erkannt, und das habe ich auch geschrieben, dass diese Wut nicht meinem „Arsch-Engel“ gilt, sondern eher mir selbst. Im Grunde bin ich nämlich meinem „Arsch-Engel“ sehr dankbar für alles. So schwer manche Stunden waren, so sehr hat er mich reifen lassen. Und ich finde es sehr wichtig in so einer Situation über sich selbst nachzudenken und zu erkennen, was man selbst versäumt hat.

          Ich sehe eine Beziehung inzwischen ganz anders, als noch vor 15 Jahren. Eine Beziehung soll frei sein, jeder soll die Möglichkeit haben zu reifen und zu wachsen und niemand gehört dem anderen! Eine Beziehung soll ein Miteinander sein und kein gegenseitiges Einsperren.

          Also lieber Marcell, Frauen und Männer sind unterschiedlich in der Kommunikation – auch beim Zuhören gibt es diese und jene. Ich denke es wäre einfach wichtig, die eigenen Erwartungen einfach mal außen vor zu lassen, damit man seinem Partner echt unvoreingenommen entgegentreten kann.

          Ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich.

          Ach ja und noch was: Die Bratpfanne habe ich nur für das Foto genommen, ansonsten steht sie brav im Schrank und wird nur fürs Kochen heiß gemacht.
          Liebe Grüße
          Cornelia

  2. Schön, dass ich es beim Lesen nachempfinden kann! Also vom Anfang der Wut -wie sie entsteht- bis zu Auflösung. Von den Schwierigkeiten, die dabei entstehen in einem selbst. Der Widerstand, das Ego, die Schmerzen…
    Ich mag Robert Betz… Er gibt mir was für meinen Verstand. Aber du hast mir einen Weg vom Verstand zum Gefühl gezeigt. Danke!
    Ich werde jetzt regelmäßig hier lesen!

    Lieben Gruß
    Andrea

    1. Liebe Andrea,
      das freut mich sehr, dass ich dir mit diesem Artikel einen Weg zeigen konnte. Ich habe auch schon so viel gelesen, so viel gelernt, doch erst wenn man mit dem Geschriebenen oder dem Gehörten irgendeinen Schalter erreicht, kann man damit was anfangen – oder wenn die Zeit reif ist 🙂 Ich weiß es nicht wirklich 🙂 Manchmal hab ich das Gefühl, man muss erst mal die Bratpfanne so richtig spüren, damit man erkennt, was da Wertvolles versteckt ist. Und manchmal stelle ich mir schon die Frage, ob es nicht leichter, weniger schmerzvoll geht 🙂
      Alles Liebe
      Cornelia

      1. Liebe Cornelia,

        es geht mit Sicherheit leichter! 😀
        Aber ich bin wohl auch eher der Typ mit der Bratpfanne 😛 Und nach manch einer Erkenntnis -vom Verstand her- greife ich wieder zum Pfannenstiel. Nu ja…
        Danke für deine Antwort!

        Liebe Grüße
        Andrea

  3. Ich war immer der Verdrängungskünstler und wunderte mich, das mein Gegenüber immer wütender wurde. Heute weiß ich das sie meine Wut für mich ausgedrückt haben. Ich dachte immer ich kenne keine Wut, so sehr habe ich diese verdrängt. Ich kam über das Thema meiner Ohnmacht auf meine verdrängte Wut und konnte mit viel Arbeit ( ho’oponopono ) alles nach und nach abtragen und letzte Woche im Zuge einer Hypnose Master Ausbildung vollständig verabschieden.

    Lieben Gruß Matthias

    1. Danke Matthias für deinen Beitrag. Der zeigt, wie wichtig es ist sich seinen Gefühlen zu stellen und sie anzusehen. Irgendwann kommt das nämlich sowieso, im schlimmsten Fall als Krankheit.
      Gratuliere zu deiner Ausbildung 🙂
      Alles Liebe
      Cornelia

      1. Ja das kenne ich. Und je ruhiger der andere wird, desto zorniger wird man, oder ? Diese Ausbrüche hat immer nur mein Partner geschafft 🙂 Diese drücken halt doch öfter die Knöpfe 🙂

  4. Hallo liebe Cornelia,

    ja, da erkenne ich mich wieder, ich bin auch schnell wütend….
    und so ähnlich erging es mir auch, zB dass ich den lieben „Arsch-Engel“ alles mögliche geheißen habe (in meinem Tagebuch), aber ob es geholfen hat?

    der Arsch-Engel gefällt mir auch sehr gut, werde das nächste mal an ihn denken 🙂

    lg Bettina

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