Hör auf zu jammern, fang an zu leben

Sei dankbar für das was du hast und achte auf den Unterschied! Es kommt ganz auf dich an!

Zwei Schüler eines großen Meisters gingen im Garten spazieren. Es war ihnen erlaubt jeden abend und morgen dort zu gehen. Es war eine Art Meditation, eine Gehmeditation. Beide waren Raucher und sie wollten den Meister um eine Raucherlaubnis fragen. Sie beschlossen, dies am nächsten Tag zu tun.

Am nächsten Tag trafen sie sich im Garten. Der eine Schüler wurde sehr wütend und zwar, weil er sah, dass der andere rauchte. „Warum rauchst du? Ich habe gefragt und er lehnte ab und sagte nein. Und du rauchst? Hältst du dich nicht an die Anweisungen?“

Der andere sagte: „Aber zu mir hat er ja gesagt!“ Dies schien sehr ungerecht und der erste wollte zum Meister eilen und nachfragen, warum er zu ihm nein und zum anderen ja sagte.

„Warte einen Augenblick“, rief der Zweite. „Um was hast du den gebeten?“

Er sagte: „Ich habe ganz einfach gebeten, ob ich beim Meditieren rauchen darf! Da hat er nein gesagt und ganz böse geschaut!“

Der Zweite lachte und sagte: „Nun weiß ich, was los ist. Ich habe gefragt, ob ich beim Rauchen meditieren darf! Er hat ja gesagt!“

Altes Sulfi-Gleichnis aus dem Buch: „Leben, lieben, lachen“ von Osho

Warum erzähle ich dir heute diese Geschichte?

Mara Stix hat zu einer Dankbarkeits-Blogparade aufgerufen (hier nachlesen), bei der ich sehr gerne mit mache. Du wirst dich jetzt fragen, was diese Geschichte mit Dankbarkeit zu tun hat?

Alles, auch wenn es nicht offensichtlich ist.

Das ganze Leben hat mit Dankbarkeit zu tun, wenn du wirklich glücklich und frei leben möchtest.

  • Es kommt drauf an, wie du die Ereignisse in deinem Leben siehst,
  • wie du deine Gedanken formst,
  • auf was du deinen Fokus lenkst,
  • mit welchen Dingen du dich beschäftigst,
  • mit welchen Menschen du dich umgibst,
  • wie du nach Sachen fragst, die du gerne hättest,
  • wie dankbar du für alles bist

Ein paar Beispiele, damit du das besser nachvollziehen kannst

  1. Du bist bei der Arbeit, die dir eigentlich gut gefällt, aber in letzter Zeit gab es viel Zeitdruck und Stress. Irgendwie bist du in eine „Ich-mag-nicht-mehr-“ und „Alles-ist-blöd-Schleife“ gerutscht. Außerdem geht dir deine Kollegin, im Nebenbüro so was auf die Nerven, weil sie so viel redet und nicht zugibt, wenn sie einen Fehler gemacht hat. Am liebsten würdest du schreien und ihr sagen, dass sie sich verziehen soll. Deine Gedanken kreisen ständig in dieser Schleife herum und deine Mundwinkel ziehen automatisch nach unten, obwohl du ja sonst immer so laut lachst, dass dich alle ein paar hundert Meter weiter noch hören können. Irgendwie weisst du auch gar nicht mehr, was du willst und ob dieser Job überhaupt noch der richtige für dich ist.
  2. Du stehst in der Küche und was du siehst geht dir so was auf die Nerven. Die Teller stehen herum, die Spüle ist wieder einmal voll, der Geschirrspüler nicht ausgeräumt und kein Mensch aus der ganzen Familie ist zu sehen. Die Arbeit darfst wieder einmal du machen. Du kommst zum Schluss, dass es weniger Arbeit wäre, wärest du alleine. Du könntest tun und lassen was du wolltest, bräuchtest niemanden hinterher zu räumen und deine Wohnung wäre immer so, wie du sie gerne hättest.
  3. Du drehst deine Augen, wenn deine Mama wieder einmal anruft, weil sie was von dir wissen will oder dich fragen möchte, wann du dich denn endlich wieder mal anschauen lässt. Sie müsste ja wissen, dass du so viel zu tun hast und deine wenige Freizeit lieber mit Freunden verbringst …..

Ein kleiner Tipp von mir

Wenn du dich selbst erwischt, dass es dir gerade so geht, wie oben beschrieben (hier gibt es natürlich unzählige Beispiele), dann nimm dich zurück und schau dir diese Szene gedanklich von oben an. Begib dich gedanklich aus deinem Körper und flieg hinauf in eine Ecke des Raumes, in dem du gerade bist.

  • Wie wirkt diese Szene da unten auf dich?
  • Was siehst du?
  • Was fühlst du?
  • Ist es dir möglich, die Gedanken, die du da unten hast zu ändern?
  • Kannst du aus der Distanz deine Bewertung ändern?
  • Kannst du wieder Dankbarkeit spüren?

Situation 1: Die Arbeit und die Kollegin

Du könntest dir z.B. Folgendes überlegen:

  • Was wir in letzter Zeit geleistet haben – echt phänomenal
  • Ich bin für meine Fähigkeiten wirklich dankbar
  • Ich bin dankbar dafür, dass ich so viel leisten kann und diesen Job habe
  • Es ist sicher möglich nun ein paar Tage frei zu nehmen
  • Zuhause kann ich mich erholen, ich gehe spazieren oder treffe meine Freunde
  • Die Kollegin, ja sie redet viel, wenn sie einmal redet – doch wie oft gebe ich ihr meine Aufmerksamkeit?
  • Vielleicht ist sie unsicher? Vielleicht auch nicht so integriert wie ich?
  • Fehler sind da um zu lernen, ich darf ihr zeigen, wie es geht – danke, dass ich das kann usw.

Situation 2: Die unaufgeräumte Küche

Ließ mein Geschirrspüler-Prinzip 🙂 Du brauchst nur hier zu klicken 🙂

Wenn du danach noch was brauchst, dann kannst du darüber nachdenken,

  • wie viel Freude dir deine Familie schon gebracht hat,
  • wie sehr du es genießt, wenn alle da sind und mit dir lachen,
  • wie still es ist, wenn niemand im Haus ist,
  • wie dankbar du sein kannst, dass es alle gibt,
  • wie viel du schon von ihnen zurückbekommen hast usw.

Situation 3: Mama

Wenn du dich gerade schwer damit tust, dafür dankbar zu sein, was Mama alles so für dich getan hat, dann könntest du deine Gedanken ja auf dich ausrichten.

  • Sie möchte, dass ich vorbeikomme, weil sie mich so gerne hat
  • Sie liebt meine Gesellschaft und ich tu ihr gut
  • Sie braucht meine Hilfe, weil ich Sachen kann, die sie nicht kann
  • Ich darf auf der Welt sein, weil sie mich zur Welt gebracht hat
  • Ich bin heute so, wie ich bin, weil sie so war, wie sie war

Ich bin der Meinung, dass du dein Leben erst so richtig leben kannst, wenn du täglich dankbar bist. Durch tägliche Dankbarkeit veränderst du automatisch deine Sicht auf das Leben, du veränderst deine Bewertungen und auch deine Gedanken.

Dadurch erhöht sich dein Vertrauen und deine Gelassenheit. Du gehst viel lockerer mit Stresssituationen um und kommst viel schneller aus den diversen „Schleifen“ heraus, die dich runterziehen und festhalten.

Wie in der Eingangsgeschichte geschrieben: Es kommt immer drauf an! Nur ein kleiner Unterschied (in der Fragestellung, in deinen Gedanken, in deinen Bewertungen) und schon ist das Leben völlig anders.

Für mich ist der kleine Unterschied die Dankbarkeit. Wenn ich für alles dankbar bin, was da ist und was so kommt, dann bin ich frei, dann habe ich Vertrauen, dass alles so richtig ist, wie es nun mal ist.

Manchmal tut etwas weh, manchmal bist du müde und erschöpft, manchmal zornig und auch mal Opfer. Wenn du diese Situationen jedoch aus der Distanz ansiehst, oder nach einiger Zeit, dann findest du vielleicht etwas in diesem Schmerz, für was du dankbar sein kannst.

Was meinst du?

Breite deine Flügel aus

Cornelia

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5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Conny,
    Nach längerer Zeit muss ich dier wieder mal ein dickes Lob aussprechen, lese deine Artikel immer wieder gerne – sie sind so aus dem Leben gegriffen und motivierend für mich 🙂
    Dieser Artikel ist dir wirklich wieder richtig toll gelungen. Die Geschichte mit dem Rauchen ist wirklich total super – es kommt immer auf die Perspektive an – wie man eine Sache angeht. Und Dankbarkeit kommt in unserer schnelllebigen Zeit wirklich zu kurz, da sollte sich jeder mal an der Nase fassen und darüber nachdenken.
    Viele liebe Grüße
    Martina

  2. Liebe Conny,
    danke für diese Geschichte, die ist echt klasse. Ja es sind meist die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen 🙂 UND die Dankbarkeit verändert die innere Einstellung enorm.
    Ich mache hin und wieder ganz bewusst eine Dankbarkeitsmeditation http://www.romanabrunauer.at/alltags-pause/dankbarkeit/ und schreibe mir jene Dinge, wofür ich gerade dankbar bin auf ein schönes buntes Blatt Papier.

    DANKE ♥ und herzliche Grüße, Romana

    1. Hallo Romana, danke für deine Dankbarkeits-Meditation, die hört sich echt gut an. Hab gleich an einen ganz bestimmten Platz gedacht, wo ich das mal ausprobieren möchte. Deine Homepage finde ich super: „Bring Farbe in dein Leben“ dieses Motto finde ich toll. Werde mal durchschmökern, was du so anbietest. Vielleicht komme ich mal vorbei 🙂
      Alles Liebe
      Conny

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