Gestaltest du bewusst deine Realität?

Macher

Ist dein Leben gut? Ist es schlecht? Oder ist es vielleicht einfach neutral?

Was ist die Realität?

Was ist deine Realität?

Es gibt Millionen von Menschen und es gibt Millionen von Realitäten! Ob du durch eine rosa Brille schaust, oder ob sie verschmutzt und grau ist, bestimmst du selbst!

Ob du jeden Tag in der Früh aufstehst und dir denkst, wie schön dein Leben ist oder ob du dich ärgerst, weil du zur Arbeit musst, entscheidest auch du selbst!

Ob du die wenige Zeit mit deinen Kindern, deinem Partner in Freude verbringst oder im Streit, weil sie nicht so tun, wie du es erwartest, ist auch deine Entscheidung.

Es ist nichts gut oder schlecht! Alles was dir in deinem Leben begegnet ist zuerst einmal einfach neutral, ein neutrales Geschenk. Erst deine Bewertung macht aus diesem Geschenk etwas Gutes oder Schlechtes. Welche Bedeutung gibst du dem Ganzen und wie reagierst du auf die Begegnung, auf das Geschehen, auf dein Gegenüber.

Bist du das Opfer oder der Macher? Du kannst dich jeden Tag, jede Minute neu entscheiden!

Ich habe eine Geschichte für dich: (ich gehe von einem Mann aus – nur um flüssiger zu schreiben – es könnte natürlich auch umgekehrt sein)

Sagen wir, du arbeitest sehr viel, bist immer lange in der Firma und gibst dein Bestes. Vor 20 Uhr kommst du eigentlich nie nachhause. Eines Tages denkst du dir: „Heute fahre ich früher heim und überrasche meine Partnerin – die freut sich sicher, wenn ich 3 Stunden früher da bin!“.

Du packst also alles zusammen, nimmst deine Tasche und verlässt pfeiffend deine Arbeitsstelle um sofort nachhause zu fahren. Zuhause steckst du den Schlüssel in das Türschloss, sperrst die Haustüre auf und freust dich auf das überraschte Gesicht deiner Frau. Du rufst sie, bekommst aber keine Antwort – das Haus ist leer – niemand zuhause. Sie ist einfach nicht da. Du rufst sie an und erfährst, dass sie mit einer Freundin shoppen gegangen ist.

Du hast nun mehrere Möglichkeiten.

Du kannst enttäuscht sein und dir denken, dass es sich sowieso nicht auszahlt einmal früher nachhause zu kommen. „Hätte ich doch weiter gearbeitet, dann hätte ich nun mein Projekt fertig, meine Frau hat sowieso Besseres zu tun, ich stehe nicht an erster Stelle! Sie weiß, dass ich nun zuhause bin und kommt nicht sofort, nein, sie muss noch fertig shoppen, denn das ist wichtiger … usw. usf.“

Wenn du diese Entscheidung triffst, dann wird es wahrscheinlich zu einem handfesten Streit kommen, sobald deine Frau freudestrahlend mit den Einkaufstüten durch die Tür maschiert.

Dir könnte aber auch klar sein, dass deine Frau einfach nicht gewusst hat, dass du früher nachhause kommst und sich Besseres vorstellen konnte, als zuhause auf dich zu warten. Dir könnte klar sein, dass dies nichts mit dir zu tun hat und dich darüber freuen, dass sie nicht von dir abhängig ist und auch alleine etwas anzufangen weiß. Du könntest die Zeit für dich nutzen, für etwas, was du schon immer tun wolltest oder einfach nur die Ruhe genießen.

Wenn du diese Entscheidung triffst, dann wirst du dich dann einfach freuen, wenn deine Frau gutgelaunt nachhause kommt und ihr könnt noch einen schönen Abend verbringen!

Gerade wenn etwas nicht so läuft, wie du es gerne möchtest, musst du dir immer wieder bewusst machen, dass du alleine bestimmst, was du daraus machst.

Frage dich:

„Was ist gut an dieser Situation? Was kann ich daraus machen? Was kann ich daraus lernen? Welchen Vorteil kann ich für mich daraus ziehen?“

Wenn du das immer wieder übst, dann wird es zur Gewohnheit und du automatisierst diese Denkweise. Übe das am besten, wenn es dir gut geht! Du musst das so verinnerlichen, dass es ganz automatisch abläuft. Dann gibt es kein Jammern mehr, keine Selbstvorwürfe und auch keine Schuldzuweisungen.

Werde dir immer wieder darüber klar, dass du alleine für deine Stimmung verantwortlich bist, nicht dein Partner oder deine Kinder oder dein Chef!

Die alle haben nicht die Aufgabe dich glücklich zu machen!

Bei der Hochzeit meiner besten Freundin hat der Pfarrer etwas ganz Wahres gesagt: „Erwarte nicht von deinem Partner, dass er/sie dich glücklich macht.“

Das wird nicht funktionieren – du wirst immer etwas erwarten und nicht in die Eigenverantwortung gehen.

Du kannst natürlich jeden Tag etwas erwarten und enttäuscht sein, wenn es nicht eintrifft. Du kannst dich darüber aufregen und in Selbstmitleid verfallen, du kannst auch dein Gegenüber für deine Enttäuschung verantwortlich machen und darüber jammern, wie ungerecht das alles ist – es wird dich nur nicht weiterbringen. Es wird dich festhalten in einer Schleife aus Wünschen, Ängsten und Ausreden.

Im Grunde ist es ganz einfach und trotzdem ist es nicht immer leicht.

Wir haben ja alle unsere Prägungen, Erfahrungen und Überzeugungen und nur positiv zu denken, ist meist zu wenig. Da müssen wir schon tiefer gehen. Glaubensmuster entstehen schon in den ersten Jahren und vieles wird uns negativ beigebracht.

„Du kannst nicht, du darfst nicht, das tut man nicht, wenn du brav bist, dann liebe ich dich usw.“

Durch ständige Wiederholung werden Programme daraus, die dann unserem Leben Grenzen geben, in denen wir uns bewegen. Wir haben Freunde, die zu uns passen, wir machen die Ausbildung, die zu uns passt und wir leben so, wie es zu uns passt.

Meistens geht das alles so lange gut, bis du dann eine Beziehung eingehst und/oder Kinder bekommst. Es kommt die Zeit, wo der Partner voll anstrengend wird oder die Kinder dich fast in den Wahnsinn treiben. Alle spielen plötzlich verrückt und irgendwie fängt dein Weltbild zu wackeln an!

Das ist ein großes Geschenk! Wenn du sehen kannst, dass sie dir nur einen Spiegel vorhalten, damit du deine Begrenzungen kennenlernen kannst, dann hast du schon gewonnen! Ja, es ist anstrengend, aber lohnenswert!

Überzeugungen lassen sich immer wieder revidieren! Sie sind nicht eingebrannt und du musst sie nicht immer vertreten, nur weil sie lange ein Teil von dir waren! Du kannst sie jederzeit verändern.

Ich habe am meisten von meinen Kindern gelernt und die meisten anerzogenen Überzeugungen habe ich durch sie revidiert. Immer wenn ich zu meinen Kindern sagen wollte: „Aber, das könnt ihr nicht einfach tun …“ sagte ich zu mir selbst „Stopp“ und fragte mich, woher das nun kommt. Ist es noch meine Meinung, oder will ich das nur sagen, weil es immer so war?

Halte immer wieder inne und hinterfrage deine Überzeugungen und du wirst viel freier dein Leben gestalten können.

Breite deine Flügel aus

Cornelia

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3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Cornelia,

    schön, wieder von dir zu lesen. 😉

    Wie du schreibst ist alles neutral und wir selbst sorgen für die Bewertung und somit für die Emotionen die daraus entstehen.

    Das steht sehr eng in Zusammenhang mit dem Thema Erwartungen. Was erwarte ich mir? Kann ich mir von anderen Personen XY erwarten?

    Persönlich würde ich also schon einen Schritt früher ansetzen und daran arbeiten, weniger Erwartungen aufzubauen. (Dazu ist die Arbeit am eigenen SelbstWert notwendig, sodass die Abhängigkeit von anderen Menschen und äußeren Gegebenheiten abnimmt) . Wenn nämlich schon einmal Emotionen im Spiel sind, weil man enttäuscht wurde bzw. Erwartungen nicht erfüllt wurden, ist es oft schwierig, noch einmal auf die positive Seite zu kommen.

    Danke

    Alles Liebe
    Robert

    1. Ja da hast du recht, lieber Robert. Erst gar nicht in die Erwartungshaltung zu fallen ist gefragt. Nicht immer einfach, aber erstrebenswert, meiner Meinung nach.

      Wenn es dann doch passiert ist und du mit den Emotionen konfrontiert wirst, dann hilft bei mir ein eindeutiges Stopp zu mir selbst. Ich setze mich dann hin und beginne mal tief durchzuatmen und mich mit oben und unten zu verbinden – eine kurze Meditation z.B. Dann habe ich das Gefühl wieder in meine Kraft zu kommen und kann die Dinge wieder etwas neutraler sehen. Und dann überlege ich mir, was mir das sagen will. Warum reagiert mein Partner so und nicht anders? Meistens hält er mir einfach einen Spiegel vor und ich komme drauf, dass ich das, was ich von ihm erwartet habe, mir selbst nicht gegeben habe. 🙂 z.B. ich wünsche mir mehr Fürsorge – gebe ich sie mir überhaupt? Ich wünscht mir mehr Großzügigkeit – bin ich zu mir großzügig usw. Das ist dann immer wieder ein Aha-Erlebnis.

      Und manchmal mag ich mir das alles nicht anschauen. Dann möchte ich bewusst Opfer sein, mich bemitleiden und nicht an mir arbeiten. Aber lange halte ich das nicht aus, denn irgendwie kommt da eine Abwärtsspirale und ich fühle mich von Tag zu Tag schlechter. Also was ich wirklich schon lernen durfte – wenn du selbst dich rausziehst, bist schneller, als wenn du auf einen anderen wartetst, der das tun soll 😉

      Alles Liebe
      Cornelia

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