Die Liebe – was Schönes – was Schmerzhaftes? Zum Fürchten?

Valentinstag_LiebeWo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt, droht Untergang!

Mahatma Gandhi

 

Heute ist Valentinstag und da passt das Thema der Liebe ganz gut dazu. Die Liebe, die jeder möchte und die doch so viel Angst und Schrecken verursachen kann 🙂

Matthias Brückner ruft in seinem Artikel: „Liebe ist das nächste, um das es in 2014 geht“ auf, das Jahr 2014 zu deinem Jahr der Liebe zu machen. Mir gefällt dieser Artikel sehr gut, beschreibt er doch, dass die Liebe sich nicht kategorisieren lässt.

Ich liebe dich!

Mit „Ich liebe dich“ zu sagen, tun sich viele Menschen sehr schwer. Hat das doch mit tiefen Gefühlen zu tun, mit einer Offenbarung, mit Vertrauen und mit viel Mut.

Oft werden die Worte der Liebe gar nicht ausgesprochen oder mit „Lieb dich“ abgekürzt oder mit einem: „Ich zeig dir das anders!“ abgetan. Hat man sich jedoch geöffnet und weiß, was Liebe wirklich ist, dann ist es leicht.

Der Weg dorthin kann jedoch sehr holprig sein.

Warum ist das so schwer?

Das hat viel mit Selbstwert und Selbstvertrauen zu tun und mit unseren Ängsten. Lasse ich Nähe zu? Traue ich mich mein Herz zu öffnen, darf ich meine Gefühle zeigen? 

Wie in vielen meiner Artikel, kann ich mich hier als Beispiel hernehmen.

Als Kind habe ich mir immer gewünscht geliebt zu werden. Ich bin mir sicher, dass das der Fall war, aber so wie viele unserer Mitmenschen haben auch meine Eltern es nicht erfahren, die Worte immer auszusprechen. Sie hatten viel zu tun, viele Sorgen und viel Arbeit. Ich war mir nicht immer sicher, ob ich wirklich gesehen wurde.

Erst viel später entdeckte ich, dass die Liebe immer da war. Meine Mama nähte uns z.B. am 23. Dezember noch schnell ein paar Plüschtiere, damit wir ein Geschenk zu Weihnachten hatten. Sie hatten damals nicht viel, trotzdem tat sie alles um uns eine Freude zu machen.

Wir sehen die Liebe nicht sehr oft, wir sehen meist das was nicht so gut funktioniert.

Auf alle Fälle trugen alle meine Selbstzweifel dazu bei, dass ich niemanden wirklich nahe an mich heranließ, sondern eher immer auf Distanz blieb.

So nach dem Motto: „Liebe nicht zu tief, dann tut es nicht so weh, wenn es vorbei ist.“

Ich weiß bis heute nicht, warum es bei mir so intensiv war. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in dieser Hinsicht je einmal tief verletzt wurde. Nur Kinder nehmen manche Situationen anders auf, als sie vielleicht gemeint waren. Vielleicht war da was in meiner Kindheit oder vielleicht habe ich schon etwas in dieses Leben mitgebracht.

Die Erkenntnis!

Uta, eine bemerkenswerte Frau, erzählte mir, dass sie einige Frauen befragt hatte, wie die Liebe zwischen ihnen und ihrem verstorbenen Mann gewesen war und wie sie den Verlust empfunden hatten.

Alle die sagten: „Ja es ging so, mir ist es nie schlecht gegangen, die Beziehung war in Ordnung“, die sagten zum Verlust des Mannes: „Ja, so la la , es geht!“

Bei allen Frauen, deren Beziehungen sehr intensiv waren, die die Liebe mit voller Leidenschaft gelebt hatten, die ihr Herz praktisch dem Mann geöffnet hatten, war der Verlust fast nicht zu ertragen. Der Schmerz war sehr groß und sie litten sehr darunter.

Uta sagte mir danach etwas, das mir einiges bewusst machte:

„Ist es wirklich wert ein Leben ohne richtige Liebe zu leben um einen großen Schmerz zu vermeiden? Ist der Schmerz dann nicht dein ganzes Leben lang da?“

Sie fragte mich:

„Wie wäre es, wenn du eines deiner Kinder verlieren würdest?“

Für mich war diese Frage schon schmerzhaft – nicht denkbar. Schon das Nachdenken versetzte mich in Angst und Schrecken.

Die Erkenntnis zur nächsten Frage erschreckte mich jedoch fast noch mehr:

„Und wie wäre es, würdest du deinen Mann verlieren?“

Da wusste ich, dass ich mein Herz in der Partnerschaft bei weitem nicht so geöffnet hatte, wie bei meinen Kindern. Es hätte mich natürlich auch getroffen, es hätte mich traurig gemacht, aber es versetzte mich nicht so in Panik, wie die Frage davor!

Sie hatte so recht damit. Wir machen unser Herz zu um nicht verletzt zu werden und verletzen uns damit selbst, weil wir nicht unser ganzes Potential leben!

Wir lieben uns selbst nicht genug, wir genießen nicht, was wirklich sein kann, wir vermeiden die echte Liebe!

Was ist Liebe?

Ein 17jähriges Mädchen sagt vielleicht noch zu ihrem Freund: „Ich liebe nur dich, sonst niemanden auf der Welt!“ 😉 Schön, aber das wäre sehr traurig.

Liebe ist nicht nur die Liebe zum Partner!

Liebe ist vor allem die Liebe zu mir selbst.

Indem ich mich liebe, mich so annehme wie ich bin, sind meine Selbstzweifel verflogen. Ich habe keine Angst mehr mich vollkommen zu öffnen oder jemanden zu verlieren. Seitdem ich fast immer alles mit Liebe sehen kann, kann ich viel leichter mit Schmerz und Enttäuschung umgehen. Ich verzeihe viel leichter und ich habe keine Angst mehr vor Verlust.

Liebst du dich selbst, kannst du auch alles andere lieben!

Was können wir also tun?

  • Wir können uns dafür entscheiden, alles in einem größeren Rahmen zu sehen! Vielleicht aus einer anderen Perspektive!
  • Wenn dir etwas widerfährt, was dir weh tut, könntest du versuchen die Perspektive zu wechseln. Steige aus dem momentanen Prozess aus und schau dir die Situation von oben an. (so als ob du oben in der Ecke sitzen würdest und die Szene von außen betrachtest) Sie schaut dann gleich anders aus.
  • Gehe mit offenen Augen durch dein Leben – sieh die Kleinigkeiten, alles was du hast, was dich umgibt – es ist so viel!
  • Gehe respektvoll mit dir und der Umwelt um!
  • Freue dich auf alles was kommt!

Es ist nicht „uncool“ jemanden zu umarmen! Es ist nicht „peinlich“ jemanden zu sagen, wie gern man ihn hat!

Lasst uns eine Initiative starten, mit einem Lächeln durch die Welt zu gehen, das Herz auf der Zunge zu tragen und uns nicht für die Liebe zu schämen!

Macht die Augen auf – unsere Kinder leben es uns ja schon vor. (Meine, z.B. haben keine Hemmungen mehr, die Freunde zu umarmen und zu küssen – die wissen wie das geht und haben echt Spaß daran!)

Frohen Valentinstag und DANKE an meine liebe Tochter für das Tolle Titelbild.

Breite deine Flügel aus!

 

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