Die Gesundheit ist wie das Salz. Man bemerkt es nur, sobald es fehlt.*

krank

*Dieses Sprichwort soll aus Italien kommen und trägt viel Wahrheit in sich.

Ich möchte mich heute diesem Thema widmen, weil ich gerade krank bin und wirklich damit zu kämpfen habe.

 

 

Weil ich so damit zu tun habe und überzeugt bin, dass es vielen anderen auch manchmal so geht, möchte ich dir mit meiner Geschichte Gedankenanstöße geben, es vielleicht in Zukunft anders zu machen 🙂

Anstatt einfach zu akzeptieren, dass ich krank bin, plage ich mich mit einem schlechten Gewissen herum.

„Jetzt bist du krank und nicht leistungsfähig, kannst nicht arbeiten gehen, was werden alle von dir denken, usw. usf.“

Alles Blödsinn!

Ich weiß doch, dass Kampf, Kampf erzeugt und überhaupt nicht zur Heilung beiträgt!

Jeder Kollegin, jedem Kollegen, jeder Freundin, jedem Freund würde ich sagen:

„Du bist krank, also nimm das als Zeichen, dass du Ruhe brauchst. Leg dich hin, entspanne dich, ruhe dich aus. Es geht dadurch die Welt nicht unter!“

Eine Freundin erzählte mir heute, dass sie wegen eines Bandscheibenvorfalles 4 Wochen im Krankenhaus war. Sie hatte solche Schmerzen, so etwas hatte sie noch nie erlebt. Es wurde nie besser und schlussendlich musste sie operiert werden. Ein paar Wochen vorher hatte sie eine andere schwere Operation und nun ist sie schon seit fast einem halben Jahr außer Gefecht.

Auch für sie war es eine Lernaufgabe, ein Prozess loszulassen und zu vertrauen, dass es auch ohne sie geht.

Und ich? Ich mache mir Gedanken, weil ich nun nach einer Woche krank sein, noch immer nicht gesund bin, weil ich spüre, dass ich noch etwas Zeit brauche?

Es gibt wirklich Schlimmeres als eine Grippe!

Dabei weiß ich, dass es auch ohne mich funktioniert. Wir sind super organisiert in der Firma, sie fällt nicht um, wenn ich nicht da bin.

Also das Vertrauen-Thema ist es bei mir nicht.

Ist es womöglich ein altes Glaubensmuster?

Ich erinnere mich sehr gut an einen Spruch meines Vaters: „Krankenstand gibt es keinen! Und: Wenn jemand 3 Wochen fehlen kann, dann ist er abkömmlich!“

Wir hatten einen Betrieb zuhause und natürlich war es immer schwierig, wenn Mitarbeiter krank oder in Urlaub waren, sie fehlten einfach. Ein Klein- und Mittelbetrieb ist nicht so ausgelegt, dass es für jeden Mitarbeiter einen Ersatzmitarbeiter gibt.  Und mein Vater arbeitete immer, egal ob er krank war, Schmerzen hatte oder sich kaum bewegen konnte.

Ich habe diese Sätze meines Vaters einfach übernommen und für mich zur Wahrheit gemacht. Mein Vater hat dies wahrscheinlich von seinen Vorfahren geerbt.

20 Jahre bin ich nun berufstätig und ich war noch nie 3 Wochen in Urlaub oder 2 Wochen durchgehend im Krankenstand!

Inzwischen habe ich diese Glaubenssätze ja bereits überarbeitet. Was einmal wahr war, muss für heute nicht mehr passen! Ich bin sehr tolerant geworden, was meine Mitmenschen angeht. Bei mir selbst funktioniert es noch nicht ganz.

Mit mir bin ich noch etwas streng und wenn es mir so halbwegs gut geht, dann gehe ich arbeiten. Um zuhause zu bleiben, muss es mich schon ordentlich erwischen – doch ist das wirklich notwendig? Ist es nicht Zeit dies nun endlich zu überdenken?

Ich bin mir sicher, dass es einigen Lesern meines Beitrages so ähnlich geht wie mir und dass viele von euch mir sagen würden: „Jetzt nimm das einfach an! Krank ist krank und schau auf dich!“

Aber wie ist es bei euch?

Mal ehrlich? Mein Arzt schrieb mich am Dienstag krank und sagte: „Ich verstehe nicht, welchen Stellenwert die Arbeit für so viele Menschen bekommen hat. Viele gehen krank arbeiten und man muss sie zwingen zuhause zu bleiben. Warum könnt ihr euch nicht einfach die Zeit nehmen, die ihr braucht?“

Wo er recht hat, hat er recht und warum tun wir es nicht?

Ich werde darüber nachdenken, du auch?

 

 

 

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