Die Frauen denken ja nur an die Kinder, während sie arbeiten

… das könnte ein typischer Ausspruch eines Mannes sein, der die Karriere einer Frau verhindern möchte.

Das ist wirklich eine Zwickmühle in der sich viele Frauen befinden.

Du gehst arbeiten, dein Kind ist vielleicht zuhause krank. Du machst dir natürlich Sorgen, ob es gut versorgt ist, ob es etwas braucht und hast auch noch ein schlechtes Gewissen, weil du nicht zuhause bist. Das zieht deine geistige Energie von der Arbeit ab und in Gedanken bist du nicht am Arbeitsplatz.

Sind Frauen nun nicht geeignet für eine Karriere?

Ich sage: Sie sind geeignet, wenn sie selbst ein paar wichtige Dinge lernen und Arbeitgeber auf ein paar grundsätzliche Dinge achten.

Viele Frauen geben auf oder fallen in eine Depression, weil sie nicht alles unter einen Hut bekommen. Sie wollen perfekt sein, zuhause bei den Kindern, im Haushalt, dem Mann gegenüber und natürlich im Job. Das funktioniert so jedoch nicht.

Du musst lernen, dass du nicht immer perfekt sein musst! Dein Kind liebt dich auch, wenn die Wohnung nicht tip top aussieht oder die Wäsche nach Farben sortiert im Wäscheschrank liegt. (Was bei mir sowieso nur vorkommt, wenn meine beste Freundin sich wieder mal meinen Kasten vornimmt ;-))

Rückschau

Ich erinnere mich an meiner erste Zeit, als ich wieder zur Arbeit zurückkam. Ich arbeitete nur halbtags, weil meine Tochter noch so klein war. Trotzdem schleuderte es mich ständig hin- und her.

Meine Arbeitskollegin und nun beste Freundin, saß mir gegenüber und schnaufte den ganzen Tag. Sie hatte so viel zu tun, der schnelle Abgang unserer vorherigen Kollegin machte ihr zu schaffen und plötzlich hatte sie Aufgaben, die so vorher nicht da waren.

Ich selbst war schnell wieder im Arbeitsablauf integriert, hatte ich doch vorher schon alles gemacht und nach ein- zwei Wochen Einarbeitung hatte ich mein altes Level wieder erreicht.

Sozusagen brauchte ich hier kein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich in den 4 Stunden, die ich täglich in der Firma war, einiges unterbrachte und erledigen konnte.

Trotzdem hatte meine Kollegin mehr zu tun als vorher und ich bekam das natürlich mit.

Obwohl sie das nie wollte und es ihr nicht einmal bewusst war, lud sie ihren Stress bei mir ab, den ich sofort annahm. Ich war ja diejenige, die nur Teilzeit hier war und sie war diejenige, die den ganzen Tag arbeiten musste.

Ging ich also pünktlich aus der Firma, hatte ich ein schlechtes Gewissen meiner Kollegin gegenüber, blieb ich länger, hatte ich ein schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber. So war ich immer in einer Zwickmühle zwischen Arbeit und Kinder.

Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich alleine an meinem schlechten Gewissen Schuld war. Ich fragte mich, wer denn von mir verlangt, überall perfekt sein zu müssen?

Vergleiche mit der Kollegin

Mir wurde klar, dass ich zuhause nicht so perfekt sein konnte, wie eine Vollzeit-Mama oder eine Vollzeit-Hausfrau, im Gegenzug musste ich mich auch nicht mit meiner Kollegin messen, die keine Kinder hatte.

Ich war Mama aus Überzeugung und ich ging arbeiten, weil ich die Arbeit liebte und noch viel vorhatte. Überall gab ich mein Bestes und ab diesem Tag versuchte ich immer dort zu sein, wo ich gerade war – geistig und körperlich.

Wenn ich arbeitete, dann war ich in der Firma, war ich bei meinen Kindern, dann galt meine Zeit ihnen.

Mein Buch entsteht

Dieses und andere Themen werde ich in meinem Buch behandeln, das gerade in Arbeit ist. Auch werde ich darauf eingehen, wie du es schaffst, trotz Karriere ein gutes und offenes Verhältnis zu deinen Kindern aufzubauen.

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Danke für dein Vertrauen!

Breite deine Flügel aus

Cornelia

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Das kenne ich nur zu gut: „Ging ich also pünktlich aus der Firma, hatte ich ein schlechtes Gewissen meiner Kollegin gegenüber, blieb ich länger, hatte ich ein schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber. So war ich immer in einer Zwickmühle zwischen Arbeit und Kinder.“ Ich bin zwar selbständig und muss keinen Kollegen gegenüber Rechenschaft ablegen, aber ich habe meiner Arbeit und meine Kunden gegenüber ein schlechtes Gewissen gehabt. Ich denke ,so geht es vielen Frauen! Und dazu kommt dann tatsächlich noch der Haushalt. Für den haben wir jetzt eine Putzfrau. Die ist ihr Geld wirklich wert. Es erleichtert den Alltag ungemein. Und mein schlechtes Gewissen meiner Arbeit gegenüber habe ich abgestellt. War nicht einfach, ging aber. Ab und an kommt es noch hervor… es hört wohl nie ganz auf. Von daher bin ich sehr gespannt auf Dein Buch und werde Deinen Blog verfolgen!

    1. Danke Nathalie – ich gebe dir recht, ganz abstellen werden wir es wohl nie ganz können, aber es wird immer besser, je größer die Kinder werden 😉

      Das mit dem schlechten Gewissen ist nämlich wirklich lästig und kostet so viel Energie und Gedanken 🙂

      Gratulation zur Putzfrau, die ist wirklich eine gute Investition, so kannst du dich viel mehr auf deine Kinder, deine Arbeit und deine Kunden konzentrieren.

      Viel Erfolg weiterhin und danke, dass du meinem Blog folgst.

      LG
      Cornelia

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