Deine persönliche Standortbestimmung – Stress I

Deine Lebensblüten

Dieser Artikel ist der Anfang einer Serie über Stress und beginnt mit deiner eigenen „Standortbestimmung“ hinsichtlich deiner wichtigsten Lebensfelder. Du bekommst von mir ein ganz einfaches Werkzeug in die Hand um deine Work-Life-Balance selbst zu ergründen und mögliche Zielsetzungen daraus abzuleiten.

Aber zuerst eine kleine Geschichte über das schon fast alltägliche Verhalten unserer Mitmenschen und auch von uns selbst in unserer Leistungsgesellschaft:

Am IPad werden die E-Mails gecheckt, das Handy ist gleichzeitig am Ohr, mit den Gedanken sind wir schon in der Arbeit und mit halben Ohr hören wir auch noch unserem Nachbarn in der U-Bahn zu, der sein Wochenenderlebnis lautstark seinem Freund mitteilt.

Wenn du in meiner Generation bist, oder auch noch älter, dann kannst du dich sicher genau an die Zeit erinnern, als du das erste mal ein Handy in der Hand hattest. Du fühltest dich vielleicht gut und stolz und du hast dich gefreut, als du angerufen wurdest. Aufgeregt hast du das Telefonat entgegen genommen.

Heute hat diese emotional positive Erregung bereits abgenommen und ist eher selten, wenn das Telefon in deiner Jackentasche klingelt oder eine Nachricht aufleuchtet. „Ich hab gerade keine Zeit, ich muss noch an diesem Projekt arbeiten, nein nicht schon wieder der oder die, ich mag nicht abheben“… usw.

Überall sind wir inzwischen erreichbar und sind wir nicht sofort am Apparat oder rufen wir nicht sofort zurück, wird das gleich als unhöflich angesehen.

Wir sind in einer Pflichterfüllungsspirale und Allzeit-Erreichbarkeit gefangen und wundern uns, dass wir schön langsam und immer mehr im Dauerstress landen.

Weil ich das an mir ganz gut kenne und in meiner Umwelt überall beobachten kann, wie wir alle in Stress verfallen und der Erschöpfung zusteuern, habe ich beschlossen diese Serie über Stress und Stressbewältigung zu schreiben.

In diesem Artikel (hier zum Nachlesen) habe ich schon beschrieben, dass Stress individuell ist. Die persönliche Bewertung entscheidet, was als Stress empfunden wird und was nicht.

Hier habe ich dir schon einmal ein paar Tipps gegeben, wie du dich entstressen kannst.

Und wie bereits oben erwähnt bekommst du nun ein Werkzeug von mir mit dem du dir ganz leicht einen Überblick über die eigene Situation verschaffen kannst.

Befülle deine Lebensblüten

Im Coaching wird dafür sehr oft das Lebensrad angewendet. Ich habe dieses Lebensrad hergenommen und es in Lebensblüten abgewandelt. Es ist eigentlich dasselbe, jedoch gefällt mir der Gedanke besser, deine „Blume“ mit Farben zu füllen, dich zum Erblühen zu bringen.

Lebensblüten

Diese Lebensblüten geben dir die Möglichkeit, dich mit deinen Lebensbereichen bewusst auseinander zu setzen und wie aus einem Helicopter auf das Ergebnis drauf zu schauen.

Anleitung

Lade dir deine Lebensblüten hier herunter (Lebensblüten) und drucke sie aus. Du siehst vier Dimensionen: Die physische, die materielle, die emotionale und die mentale Dimension. In jeder Dimension gibt es drei Blüten. Ein volle Blüte bedeutet 100% Zufriedenheit.

Du kannst nun Blüte für Blüte durchgehen und dir überlegen, wie zufrieden und glücklich du in diesem Bereich bist. Nehmen wir z.B. die Blüte „Beruf“ her. Du kannst dich hier vielleicht voll entfalten, die Arbeitskollegen sind super, die Arbeit macht dir volle Freude, du bist voll auf zufrieden, du kannst dir nichts Besseres vorstellen. Dann nimm das Blütenblatt und male es voll an.

Dann gehst du z.B. zur physischen Dimension und siehst dir deine Blüte der Fitness an. Hoppala, kommt die vielleicht zu kurz, weil du so in deinem Beruf aufgehst? Übersiehst du vielleicht, dass zu viel arbeiten und zu wenig Fitness vielleicht irgendwann zu einem ordentlichen Defizit führen kann? Bei mir hatte ich diese Erkenntnis. Beruf super, sehr zufrieden, Blüte ziemlich ausgemalen, jedoch die Fitness, und Entspannungsblüte total stiefmütterlich und leer.

Irgendwann kam es dann zur Erschöpfung und die Farbe der Berufsblüte begann ebenfalls zu erblassen.

Hilfe

Damit du dir leichter tust, habe ich dir ein paar Fragen zu den jeweiligen Blüten vorbereitet. Die Fragen können jederzeit erweitert werden und sind auf alle Fälle nicht vollständig. Es sind, wie immer nur Impulse, die ich dir liefere. Hier kannst du dir die Fragen herunterladen: Fragen zu den Lebensblüten

Wie geht es weiter?

Für das erste reicht es einmal, wenn du dir wirklich Zeit nimmst und dir Gedanken zu den Blüten machst. Dann malst du sie an (100% Zufriedenheit = volle Blüte, 75% Zufriedenheit = dreiviertel anmalen usw.)

Danach schaust du dir deine Blume an und du siehst in welchen Bereichen mehr Farbe in dein Leben gehören könnte.

Es wird wahrscheinlich einige Blüten geben, die nicht vollständig bemalt sind, mach dir deswegen keinen Stress. Such dir eine Blüte aus, um die du dich in der nächsten Zeit kümmern möchtest und steck dir ein Ziel, gib dir Aufgaben.

Im nächsten Artikel werde ich dir dazu ein paar Impulse liefern.

Bis dorthin: Viel Spaß bei deiner Selbstreflexion und der Befüllung deiner Lebensblüten.

Breite deine Flügel aus

Cornelia

Hier kommst du zu Teil II – Deine Lebensblüten

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Cornelia,

    Vielen Dank für diesen sehr ansprechenden und motivierenden Artikel.
    Werde mir die Lebensblume ausdrucken und meine Balance überprüfen.
    Finde es klasse das Du die verschiedenen Bereiche ansprichst, denn wenn wir irgendwo aus dem Gleichgewicht geraten werden alle Bereiche des Lebens beeinflusst 🙂

    Liebe grüße, deine Nicole

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