Das Antikorruptionsgesetz und der Wandel der Zeit

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?einstürzendes Kartenhaus

Überall ist es zu lesen.

In den Firmen werden Informationsveranstaltungen gemacht und Großkunden wollen nur mit Lieferanten zu tun haben, die gewisse Vorkehrungen, Schulungen und Richtlinien in ihrem Unternehmen zu diesem Thema haben.

Es geht um Prävention und Bekämpfung von Korruption und es werden klare Richtlinien erstellt, wie mit Zuwendungen in Form von Geschenken, Einladungen und Bewirtungen umgegangen werden soll.

Ich muss ehrlich gestehen, ich verstehe diese Aufregung nicht immer.

Ja ich weiß, man braucht nur die Nachrichten hören, es ist einiges danebengegangen in der Vergangenheit: Korruption, Betrug, Manipulationen, Selbstbereicherung usw., um nur einige Dinge zu benennen.

Die Folge daraus sind Richtlinien, Gesetze, Verordnungen, Revisionen und noch mehr Kontrolle.

Manchmal kommt mir das vor wie wenn besorgte Eltern ihre Kinder fest an die Leine nehmen, nur damit sie nichts anstellen können und damit ihnen nichts passiert.

Es ist gut gemeint und der Sinn ist die Sicherheit, nichts Verbotenes zu tun!

  • Auf der einen Seite ein Schutz, damit demjenigen nichts passiert, dem ich diese Vorsicht angedeihen lasse,
  • auf der anderen Seite ein Schutz für mich selbst, weil ich ja mit Herausgabe von Anweisungen alles Bestmögliche getan habe, um zu verhindern, was nicht gut ist.

Ein zweischneidiges Schwert, denn was kann passieren, wenn dies übertrieben wird?

Wenn ich meinem Kind ständig sage, was es nicht tun darf und es mit Watte einpacke oder in ein Gitterbett sperre, damit es nicht hinfallen kann, hat es auch keine Möglichkeit sich zu entwickeln. Es bewegt sich in einem sicheren Rahmen, verlässt sich darauf und die Eltern brauchen sich keine Sorgen machen. Es traut sich aber auch nicht neue Erkundigungen zu machen.

Es kann passieren, dass Menschen unsicher werden, sich nicht mehr spontan entscheiden trauen, sich immer wieder versichern müssen, was nun in der Richtlinie steht und dadurch ihre Authentizität, die ja so wichtig ist, verloren geht.

Sie wirken „unwirklich“, gekünstelt und unsicher. „Darf ich nun eine Einladung annehmen, oder nicht?“ „Hat der andere bestimmte Absichten, oder kommt die Einladung ohne irgendwelche Hintergedanken?“

Dem muss unbedingt entgegengewirkt werden, aber wie?

Die Welt ist, Gott sei Dank,  im Wandel, wir sehen das überall!

Es hat den Anschein, dass sich der Uhrzeiger viel schneller dreht, es verändert sich alles viel schneller.

Korruptionen werden aufgedeckt, alles was nicht mit Liebe gemacht wurde, zerfällt. Betrug kommt ans Licht, Firmen, die nicht zum Besten für die Umwelt oder dem Menschen gearbeitet haben, geraten in Schwierigkeiten oder müssen Konkurs anmelden. Beziehungen zerbrechen.

Die ganzen Richtlinien, Revisionen, Gesetze sehe ich als Übergang, von Menschen gemacht, von Angst begleitet. Wir müssen sie integrieren und weitertragen, aber im Grunde sind sie unnötig.

So wie es besser ist unseren Kindern Vertrauen und Grundwerte wie Ehrlichkeit, Authentizität, Zusammenhalt, Freude, Miteinander, Offenheit, beizubringen, als Regelwerke, Verbote und Schuldzuweisungen, würde das auch in Firmen und Öffentlichkeit reichen.

Würde jeder Mensch, nach diesen Grundwerten leben, auf seine innere Stimme hören und nur das tun, was dem WIR auch gut tut, ehrlich ist und der Liebe folgt, bräuchten wir keine Antikorruptionsrichtlinie.

Vielleicht bin ich naiv, aber ich glaube fest daran, dass jede Handlung Ursache und Wirkung hat und alles zurückkommt im Leben. Wir können jeden Menschen schulen und informieren, doch verändern kann sich jeder einzelne Mensch nur selbst.

Es ist alles so leicht – wir brauchen nur sein!

 

 

 

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