Barbara Reiter – eine Frau hebt ab!

Gibt es ein Leben vor dem Tod?

Diese Frage stellte ich bei einem meiner letzten Artikel und ich freue mich sehr, dass dieses Projekt Formen annimmt.

Heute darf ich euch eine gute Freundin von mir vorstellen, die innerhalb der letzten 2 Jahre eine außergewöhnliche Wandlung durchgemacht hat.

Sie flog buchstäblich über sich hinaus!

Aber überzeuge dich selbst!

Barbara Reiter – eine außergewöhnliche Frau!

Barbara traf ich bei der Ausbildung zum Geistheiler das erste Mal. Ich war damals sehr neugierig auf diese Ausbildung und habe mir gedacht, dass das sicher ganz „easy“ wird, weil ich ja schon soooooooo viel mit mir gearbeitet hatte und weil ich schon soooooooooo viel gelesen hatte und weil ich ja soooooooooooooo offen für alles bin. 😉

Ja, dann saß ich dort in dieser Gruppe und wurde von Kopfschmerzen befallen, war ständig müde und dachte mir immer: „Was tun die da alle, die können schon so viel, die spüren so viel, die sehen so viel und ich ????????“

Echt, manchmal hatte ich schon große Zweifel ob ich überhaupt dafür auserwählt wäre, solche „überdimensionalen“ Dinge zu spüren.

Barbara fiel mir sofort auf. Sie sah aus wie ein Engerl. Sie war so sympathisch, nicht so abgehoben, eher ruhig und wenn sie lächelte, dann strahlte sie von innen heraus. Ich hatte die Ehre ein paar Mal mit ihr zu arbeiten. Einmal übten wir „AURA erspüren“ und ich tat wie es mir geheißen wurde. Mit der Barbara durfte ich selbst viel spüren und ihre Ausrufe mit „Doddle, he!“ gaben mir ein immens gutes Selbstvertrauen. 🙂

Wir blieben auch später in Kontakt und es entwickelte sich mit noch anderen aus der Gruppe eine tolle „Hexerlrunde“, die sich so alle 2-3 Monate traf.

Barbara war die, die immer so eingeteilt war, dass sie sehr schwer Zeit fand zu kommen. Sie leitet seit 14 Jahren ein Busunternehmen, dass sie mit 23 Jahren, dank Bankfinanzierung – wie sie immer so schön sagt – gekauft hatte. Sie musste immer sehr große Anstrengungen unternehmen, dass sie dabei sein konnte, obwohl es ihr sehr gut tat und sie sich immer freute, wenn sie bei uns war.

Umso mehr freute es mich, als sie plötzlich, wie aus heiterem Himmel beschlossen hatte, mit einem früheren Schulfreund – Andi – eine Abenteuerreise zu machen. Sie sollte ihm helfen einen Hubschrauber von Polen in den Irak zu überstellen.

Barbara hatte bis dorthin Seckau, ihren Heimatort, nicht sehr oft verlassen, Flughäfen machten ihr Angst und außerdem war sie der Meinung, dass ohne ihre Anwesenheit ihre Firma den Bach runter ginge.

Ich war natürlich sehr neugierig, wie es so lief – über der Erde und mit dem Andi 😉

Barbara schrieb mir einen „Bericht“ – der mir immer wieder eine Gänsehaut über meinen Körper laufen lässt und mir die Tränen in die Augen treibt, wenn ich ihn lese. Mit diesem Bericht konnte ich an ihrem Abenteuer teilhaben, ich konnte mitfliegen, mitfühlen und mitspüren.

Ihre Geschichte hat mir wieder gezeigt wie wichtig es ist, seinem Herz zu vertrauen und Sachen zu machen, die einem wichtig sind. Sie hat mir bestätigt, dass es gut ist, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht den Weg der anderen. So viel Potential ist in uns versteckt, es kann nur rauskommen, wenn man vom gemütlichen, breitgetrampelten Pfad abweicht und „schnurstracks“ einen anderen Weg einschlägt, der wieder immens viel Spannung, Freude und Leidenschaft in das Leben bringt.

Barbara hat mir gezeigt, dass man diesen Weg auch „erfliegen“ kann 🙂 und ich bin ihr so dankbar dafür!

Nun zum Bericht, den ich insgeheim: „Phönix aus der Asche“ genannt habe:

 

Barbara Reiter Girls4fly„Hallo Conny „

Endlich kann ich dir von meinem unglaublichen Abenteuer erzählen!

Wo fange ich nur an?

Am besten mit:

Ich hatte noch nie in meinem Leben ein Abenteuer und ich kenn mich nicht aus mit Urlaub fliegen!

Ich erfuhr erst eine Woche vor Abenteuerbeginn von diesem Abenteuer und es ist eigentlich unmöglich, in einer Woche alles zu organisieren, damit ich weg kann.

  1. Meine Kinder
  2. Meine Arbeit und
  3. Ich arbeite ja für 3 😉

Ich hatte das Gefühl, dass dieses Abenteuer sehr wichtig für mein Leben wäre und ich es machen muss!!!. Ein unsagbar großes Gefühl war das!!

Und so eine Gelegenheit gibt es nur einmal im Leben!

Und ich habe es geschafft!! Ich hatte 3 Freunde und meinen Dad mit seiner Frau Niculina, die wirklich alles getan haben um meine Kids zu versorgen, meine Arbeit für mich zu machen und mich zu vertreten. Ich sag dir, diese Hilfsbereitschaft war echt so ein Traum, unbeschreiblich! Und ich hab erst jetzt erkannt, wie viel ich eigentlich leiste! Wie viele Leute voll eingeteilt sind, mit dem was ich sonst allein mache. Das hat mir schon zu denken gegeben!

Auf der anderen Seite gab es Menschen in meinem Leben, die mich die ganze Woche so was von attackiert haben. Ich musste mir Beschimpfungen anhören und alle möglichen Vorwürfe von Egoismus bis hin zur Verantwortungslosigkeit. Das setzte mir sehr zu, doch meine Freunde haben mich auch bei diesem Thema so toll unterstützt und mir gut zugeredet, so dass ich mich auf den Weg gemacht habe.

Am Tag der Abreise fuhr ich ganz bewusst durch meinen Heimatort und wollte spüren, wie es sich anfühlt. Wie es sich in diesem Moment anfühlt und ob es danach anders ist.

Um 15.00 Uhr holte mich Andi ab. Wir kennen uns von der Schule, ich war mit seinem Bruder in der Klasse. Wir haben uns seit damals (ca. 20 Jahre) nie mehr gesehen und hatten nur Mailkontakt. Er war der Hubschrauberpilot und seine Aufgabe war es einen Hubschrauber in Polen abzuholen und in den Irak zu bringen, für die Polizei-Hubschrauberstaffel, die er für die Regierung seit 3 Jahren aufbaut.

Jetzt muss ich fast ein bisschen lachen, denn es gibt so viel von diesem Abenteuer zu erzählen, dass ich fast ein Buch schreiben könnte.

Ganz kurz zusammengefasst:

Es waren 100e Abenteuer in einem großen Abenteuer. Wir waren in 6 Tagen in Deutschland, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und flogen quer durch die ganze Türkei von West nach Ost!Barbara und Andi

Ich kann jetzt Hubschrauber fliegen! Bin alles geflogen was man sich vorstellen kann! Allein!

Übers offene Meer zwischen Griechenland und Istanbul. Ohne zu sehen wo oben und unten ist, alles war nur blau. Man erkennt nicht ob das Meer 5m unter dir ist oder 5km, reiner Instrumentenflug (es gibt keinen Autopiloten :-))

Dann bin ich mit 200 Kmh ca. 20-25m über den Boden gezischt, wie im Film, Vollgas, ich dachte ich befinde mich in einem Traum. Hätte fast aufs Atmen vergessen, weil es so mega super steil war!! Kurve links, Kurve rechts, Nase vom Heli runter und Vollgas!!!!

Und dann kamen die Berge, ca. 2800m hoch, da bin ich dann drüber, einer nach dem anderen.

Am 1. Tag hab ich fest geübt, vom 2. Tag weg bin ich das meiste selbst geflogen und Andi hat navigiert! Am letzten Tag durfte ich sogar den Landeanflug in den Airport in Van machen!

Barbara Reiter 1Es gibt gar keine Worte für das was ich erlebt hab!

Andi war einfach wundervoll! Er ist der beste Fluglehrer den es gibt. Wir waren ein so super Team. Es war sehr anstrengend, wenig Schlaf, viel fliegen, einige Schwierigkeiten mit den Behörden und trotzdem war es nur SUPER SCHÖN!!!

Leider konnte ich die letzte Etappe nicht mehr mit fliegen weil uns die Behörde wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und im Irak ein Sandsturm aufgetaucht war. Wir waren nur 1 ½ Stunden vom Ziel entfernt, aber mir ging dann leider die Zeit aus und ich musste zurück nach Hause. Wir waren aber noch die Nacht in Van, dort wo der wunderschöne Sonnenuntergang auf dem Foto zu sehen ist.Van Barbara Reiter

 

Andi musste noch 3 Tage in Van bleiben bevor er endlich das letzte Stück bis zum Ziel fliegen konnte. Ich flog mit dem Linienflieger zurück. Musste mich von einem neu gefundenen, sehr guten Freund verabschieden und saß im Flieger und schaute beim Fenster raus. Der Hubschrauber stand geparkt neben der Landebahn und mein Herz war ganz wehmütig. Jetzt war mein Abendteuer zu Ende!

Dachte ich 🙂

Ich flog von Van nach Istanbul, wo ich umsteigen musste. Ich kannte Istanbul schon, da waren wir 2 Tage davor. Was ich nicht wusste war, dass wir dort am Privat-Airport waren. Der war klein und wie auch bei den anderen Flughäfen wo wir landeten, und ich denke es waren 9 oder 10, hatten wir Personal das uns betreute. Ich musste nicht mal das WC suchen, wurde überall hinbegleitet.

Und plötzlich stand ich in Istanbul, einem der größten Flughäfen der Welt und traute meinen Augen nicht! Ich hab noch nie so viele Menschen gesehen!!!!!! Der Flughafen war so groß wie eine Stadt!! Ich, Barbara aus Seckau stand da und hatte eine Stunde Zeit bis zur Boarding Time! Na gut, dann los!

Ich ging (ziemlich flott) 40 min. lang von einem Gebäude zum anderen, rauf, runter, links, rechts bis ich endlich vor der Schlange zur Pass-Kontrolle stand. So eine Schlange hab ich noch nie gesehen. Ich denke wenn ich sage 1000 Leute, bin ich nicht weit weg. Und ich war wirklich die einzige Blondine! Die Zeit lief im Hintergrund! Als ich endlich vor dem netten Herren stand und ich ihm meinen Reisepass mit meiner White Card (72 Std. Visum) hinlegte, blätterte er 2x vor und zurück und fragte mich (auf Englisch) ob ich noch einen anderen Reisepass hätte.

Na bravo, was jetzt? Ich hab nur diesen!

Er machte eine Handbewegung nach rechts und da standen 3 türkische Polizisten, die mich baten mitzukommen. Einer der Polizisten fragte mich bis auf Herz und Nieren aus (natürlich auch auf Englisch): „Wo komm ich her, wie komm ich in die Türkei, was mach ich da und warum hab ich keine Stempel im Pass?“

Mein Glück war, dass ich von Andi die ganzen Tage über mitgekriegt hatte wie man mit diesen Leuten redet und mein Englisch hatte ich auch ein bisschen aufgefrischt, sonst würde ich heute noch in Istanbul sitzen. 🙂

Souverän erklärte ich ihm, dass ich mit dem Hubschrauber als Co-Pilotin unterwegs war, die Reise in Van endete und ich jetzt dringend zurück nach Wien müsste.

Er fragte mich:“ You crew?“ Und ich sagte ganz stolz, „yes“ 🙂

Ich hatte nochmal Glück, weil auf der White Card „Helicopter“ stand, allerdings nur mit Kugelschreiber. Dies zeigte ich ihm nochmal mit meiner ganzen Überzeugung. Er machte ganz große Augen, führte mich zur Pass Kontrolle für Diplomaten, dort wurde mein Pass gestempelt und ab ging es zu meinem Gate!!

5min vor Boarding Time war ich da!

Erst als der Flieger abhob, war ich mir sicher dass die mich nicht nochmal zurückholen 🙂 und zu meiner Sitznachbarin schielte ich rüber auf ihre Boardkarte um sicher zu gehen, dass sie auch nach Wien fliegt 😉

Erst jetzt war mein Abenteuer zu Ende!Van 1

Es war, als hätte ich noch mal eine zusammenfassende Prüfung von all dem Gelernten der letzten 6 Tage absolviert!

Und ich habe BESTANDEN 🙂

Mein Gefühl war richtig, dieser Trip hat mein Leben verändert! Ich fuhr danach durch Seckau, genauso bewusst wie vor Reiseantritt und es war anders!

Ich hab einen gewaltigen Fortschritt bei meinen Themen: Loslassen und Vertrauen in andere, gemacht!

Ich hab das Gefühl ich kann alles, wenn ich es will! Ich weiß schon, dass ich immer viel gemacht und geschafft habe, aber es ist jetzt trotzdem nochmal ganz was anderes! Viel, viel mehr in die Weite!

Die Zeit danach

In der Zwischenzeit hat sich bei Barbara sehr viel getan, sie wurde ein ganz neuer Mensch. Sie machte den Pilotenschein, ging klettern, fuhr in Urlaub, hat mit  Andy inzwischen viele neue Abenteuer erlebt und es werden bestimmt noch viele folgen – jetzt aber seit bald 2 Jahren als Paar.

Montag – Freitag arbeitet sie in Ihrem Job und am Wochenende erfüllt sie Menschen den Traum vom Fliegen und macht Gästeflüge als Girl4fly.

Girls4flyBarbara ist so natürlich, so freundlich und ihre Augen glänzen. Mit ihr zu fliegen ist reiner Hochgenuss, der Perspektiven-wechsel bekommt dadurch eine ganz andere Dimension.

Ich bedanke mich sehr herzlich für den Bericht und es freut mich, dass ich auch noch ein Interview mit ihr führen durfte.

Das Interview:

Barbara, Was ist Leben für dich?

Das Leben für mich ist: Höhen und Tiefen, Gewinnen und Verlieren, Lachen und Weinen. Niemals aufgeben, Herausforderungen annehmen, Ziele setzen!  Zu seiner Verantwortung stehen und Danke sagen!

Was ist nun anders, als vor deinem Abenteuer?

Ich habe erkannt, dass ich ein Abenteurer bin und zum Adler wachsen will! Ich krempel meine Arme hoch und tue es! Durch den Dimensionswechsel in die Lüfte, fühlt sich eigentlich alles anders an, ich kann über Mauern und Wände sehen und fliegen.

Kannst du meinen Lesern den Unterschied zwischen Existieren und Leben erklären?

Was der eine Existieren nennen würde, ist für den anderen Leben. Ich denke, jeder entscheidet wie er sein Leben lebt. Vielen genügt es,  fühlen sich sogar sehr wohl und gibt ihnen Sicherheit, jeden Tag dasselbe zu tun, ohne große Veränderungen oder Herausforderungen. Andere brauchen immer wieder was neues, sind dauernd auf der Suche und fühlen sich vielleicht gar nicht so wohl, weil sie vielleicht nie das Gefühl haben, „ES“ gefunden zu haben.

Ich denke es ist nicht der richtige Weg von einem erfüllten Leben zu träumen, weiß irgendjemand wie das aussieht?  Besser man überlegt sich, welches Ziel möchte ich als Nächstes erreichen. Und wenn man es erreicht hat, da spürt man das LEBEN!!

Wie gestaltest du einen glücklichen, erfolgreichen Tag?

Der Tag gestaltet sich im Alltag  meistens  selbst und ich hab a bissl Handlungsspielraum  😉 Er ist erfolgreich, wenn es Aufgaben gab und ich sie lösen konnte! Es gibt so viele Kleinigkeiten die mich glücklich machen, weil ich immer mit offenen Augen durch den Tag gehe.

Unbeschreiblich glücklich bin ich, wenn Andi und ich mit unseren Fluggeräten über die Landschaften fliegen und ich mich manchmal dabei frage, ob ich hoffentlich nicht träume 🙂

Danke Barbara für das Interview und alles Liebe und Gute für deine weiteren Abenteuer!

Solltet ihr Fragen an Barbara haben, könnt ihr diese gerne hier stellen – sie wird sie dann beantworten, oder ihr wendet euch direkt an sie, über ihre Facebookseite.

Breite deine Flügel aus!

Cornelia

 

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7 Kommentare, sei der nächste!

  1. Mein allergrößter Respekt!
    Das ist eine wirklich beeindruckende Geschichte, die deutlich macht, was alles geht und wie groß die Spannweite zwischen Existieren und Leben sein kann. Ich kann nur zustimmen, dass einem eine Gänsehaut den Rücken runterläuft, wenn man diesen Brief liest. Vielen Dank für die offenen und spannenden Einblicke.

    Liebe Grüße,
    Martin

    1. Danke Martin für das Kommentar. Ja, das ist sehr beeindruckend und wirklich spannend. Ich denke, manchmal begreift Barbara selbst noch nicht, dass das alles passiert ist:-) oder wie so etwas möglich war. Ich glaube ja, dass, wenn wir diesen Schalter in uns erreicht haben, dass wir wissen was wir wollen oder brauchen und es auch spüren, dass dann wirklich Dinge möglich sind, von denen wir vorher gar nicht gewagt haben zu träumen.
      Alles Liebe
      Cornelia

  2. Hallo Barbara !
    Haben den Bericht über dein 1. Abenteuer mit Andi gelesen.
    Und auch immer wieder bemerkt, wie gut dir das Fliegen gefällt!
    Wir wünschen euch auch weiterhin alles Gute, und dass ihr immer wieder gut zu Hause „landet“!
    Liebe Grüße von Trixi und Sepp

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