Arbeiten mit deinem inneren Kind – Anerkennung

Anerkennung und Lob

..tun nicht weh und bewirken doch so viel!

Ich glaube, nahezu jeder Mensch giert nach Anerkennung und Lob, das ist wohl so wichtig wie ein Stück Brot, wenn wir hungrig sind. Das ist Nahrung für die Seele.

Wie schaut das bei mir aus? Wie sah es lange Zeit aus?

Als Kind wollte ich die Anerkennung meiner Eltern, meiner Lehrer, meiner Schulfreundinnen. Ich lernte brav und zeigte mein erstes Zeugnis stolz meinem Papa.

Es waren alles 1er, aber mein Papa reagierte nicht großartig darauf, weil er gerade an einem neuen Dachstuhl arbeitete. Mich machte es traurig und prägte mein weiteres Leben, er dachte sich sicher nichts weiter dabei.

Wie oft passiert es uns, dass wir unseren Kindern nicht aufmerksam zuhören, nur weil wir mit den Gedanken ganz wo anders sind?

In der Volksschule hatten wir in der Adventzeit einen Kalender und jedes brave Kind durfte ein Türchen aufmachen. Ich saß in der Pause ganz brav auf meinem Stuhl, aß meine Jause, machte meinen Tisch sauber und bewegte mich kaum. Das Türchen durfte ich trotzdem nicht aufmachen, ich kam erst viel später dran.

In der Hauptschulzeit kam ich ein wenig ins Strudeln. Auf der einen Seite wollte ich „cool“ sein um von den tollen Mädchen in der Klasse anerkannt zu werden und machte Sachen, die ich eigentlich nicht wollte. Ich machte sogar auf Raten dieser „Freundinnen“ mit meinem damaligen Freund Schluss (wenn man das überhaupt so nennen kann – wir haben uns nur immer von der Weite begutachtet und Briefchen hin- und hergeschickt), weil sie es so wollten.

Ich tat ihm weh damit und mir auch und bekam trotzdem nicht diese Anerkennung, die ich so sehr wollte.

Ich wollte kein Streber sein, das war ja total „uncool“, aber auf gute Noten wollte ich auch nicht verzichten. Es war immer ein „Dazwischen Sein“, ich fühlte mich nie ganz.

Es sollten noch mehrere fremdbestimmte Entscheidungen kommen, die ich so traf um das Gefühl der Anerkennung endlich zu spüren.

Nach vielen Kämpfen und Enttäuschungen konnte ich mir endlich eingestehen, dass ich mich zuerst selbst einmal mit Lob versorgen muss. Wie soll ich das von außen bekommen, wenn ich mir selbst keine Aufmerksamkeit gab?

Hier half mir persönlich das „Arbeiten mit dem inneren Kind“!

Ich fing also damit an, dem kleinen Mädchen mit dem Zeugnis, richtige Anerkennung auszusprechen. Ich setzte mich hin, fühlte in mich hinein, holte die kleine Conny in Gedanken her und lobte sie so richtig. Ich hob sie hoch, strahlte sie an und sagte ihr, wie stolz ich auf sie wäre. Sie lachte über das ganze Gesicht, ihre Augen strahlten und hüpfend verschwand sie im Haus ihrer Oma, um auch ihr das wunderschöne Zeugnis zu zeigen.

Dem kleinen Kind in der Volksschule gab ich einen leichten, zärtlichen Schubs und gab ihr zu verstehen, dass sie ruhig spielen konnte und sie gerade deshalb irgendwann ein Türchen öffnen könnte.

Der Conny, die ihre Lieben aufgab, nur um zu entsprechen, verzieh ich und ich begann mich bei jeder Gelegenheit selbst auf die Schulter zu klopfen.

„Heute hast du das aber super gemacht. Wow, schau deine Kinder an, wie toll die geworden sind. He, du schaust heute echt gut aus…………..“

Ich habe mir das zur Gewohnheit gemacht und mache das nicht nur mit mir, sondern auch mit meinen Kindern, Freunden und Freundinnen, Arbeitskollegen und Kolleginnen und auch mit meinen Chefs. Es gibt so viele Gelegenheiten, aufmerksam zu sein und Anerkennung zu zollen.

„Geben ist besser als Nehmen“ – Je mehr man sich selbst und anderen gibt, desto mehr kommt zurück. Das Schöne daran ist, dass man es dann gar nicht mehr so nötig braucht 🙂

 

Hat dir der Artikel gefallen? Dann teile ihn gerne 🙂

Möchtest du immer am Laufenden bleiben?

Trage deine E-Mail-Adresse JETZT ein. Du kannst dich jederzeit wieder austragen! Deine Daten sind bei mir sicher!

 

Ich schenke dir ein E-Book aus meinen ersten Blogbeiträgen und eine Leseprobe meines ersten Buches: „Du machst Karriere – du Rabenmutter? Ohne schlechtes Gewissen, deinen Erfolg genießen“

Ein Kommentar, sei der nächste!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.