Annehmen was ist – nicht immer so einfach, oder?

Foto: Lukas Stessl

Annehmen was ist

Manchmal ist das wirklich schwer, aber es ist sehr effektiv und es lohnt sich, das immer wieder zu üben.

Ich bin wieder zurück aus meinem Urlaub mit meinen beiden tollen Kinder. Ich habe diese drei Wochen in Florida wirklich genossen und einiges für mich noch mehr festigen können.

Annehmen was ist, gelassen sein und einfach in den Tag hinein zu leben, ist natürlich im Urlaub um ein Vielfaches einfacher als zuhause mit all den Verpflichtungen, die wir glauben zu haben.

Meine beiden Kinder und ich haben jeden Tag neu entschieden, was wir tun wollen, ob wir was tun werden oder ob wir einfach nur faul am Strand liegen, tratschen und ruhen. Manchmal saßen wir stundenlang an einem Tisch, tranken Kaffee , unterhielten uns und lachten, manchmal trennten sich unsere Wege und wir machten allein etwas.

Es war komplett ungezwungen und es gab keine Erwartungen an den anderen. „Du musst jetzt das tun, oder wir sollten jetzt das anschauen, oder vielleicht sollten wir doch …“

Jeden Tag stimmten wir uns einfach auf unser Gefühl ein, und taten zu was wir Lust hatten. Es gab Abende, da gingen meine Kinder aus und ich war in der Wohnung, las ein gutes Buch oder sah mir einen Film an. Die beiden fragten zwar immer: „Mama ist es ok, wenn wir …“, aber mir wäre nie in den Sinn gekommen zu sagen: „Nein, ihr müsst jetzt da bleiben, weil ich euch ja nur drei Wochen habe.“

Ich habe diese Zeit wirklich sehr genossen und wieder erkannt, wie schön es sein kann, einfach zu sein.

An was glaubst du?

Lukas erzählte mir, dass er auf seiner Reise viele jungen Leute getroffen hat und sehr oft die Frage kam: „An was glaubst du?“

Ich war natürlich auf seine Antwort gespannt und war sehr froh, als er mir Folgendes sagte:

„Ich glaube an die positiven Gedanken und dass all das passiert, was ich mir vorstelle“

Ich selbst bin nämlich der Überzeugung, dass wir mit unseren Gedanken, Gefühlen und unseren Vorstellungen unser Leben lenken können, so wie wir unser Auto steuern. Wir können unser Denken auf Glück ausrichten, auf Erfolg und auf die Liebe.

Das es nicht immer einfach ist, ist mir vollkommen klar. Du brauchst ja nur die Nachrichten ansehen, der „Massengeist“ ist doch noch sehr negativ. Es gibt Kriege, Streit, Verbrechen, Hass, Amokfahrten usw. Es gibt Beschimpfungen und Bewegungen gegen die Barmherzigkeit. Über Asylanten wird geschimpft, wir wollen sie nicht haben, sie sind schlecht und bedrohlich und außerdem auch noch gefährlich. Darüber hinaus wird ganz übersehen, was Menschen mitmachen müssen, wenn Krieg herrscht und es wird auch vergessen, wie gut es uns eigentlich geht.

Es ist so, es gibt tatsächlich den Krieg und alles was ich da oben geschrieben habe. Das lässt sich mit positiven Gedanken nicht wegdenken. Doch wir alle haben die Möglichkeit und die Fähigkeit unsere Gedanken zu steuern und genau da, wo wir sind, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Wir werden die Welt nicht von heute auf morgen ändern können, aber wir können uns selbst ändern.

Menschen, die von dem negativen Massengeist und somit mit Ängsten beherrscht werden, ziehen Krankheiten, Unfälle und Notsituationen direkt an. Ihr Denken wird immer wieder bestätigt und zwar so lange, bis sie lernen aus dieser Gedankenschleife auszusteigen.

Ein lieber Bloggerkollege von mir, Stefan Trumpf, schreibt immer ganz direkt und unverblümt, was er von dem positiven Denken hält – denke positiv und alles ist rosarot – das funktioniert natürlich nicht – da hat er ganz recht. So wie ich bereits geschrieben habe, man kann negative Situationen nicht einfach wegdenken.

Deshalb solltest du zuerst einmal annehmen, was ist, auch wenn es noch so schwer erscheint.

  • Deine Beziehung läuft gerade nicht so berauschend, wie du es gerne hättest? Am liebsten würdest du es erzwingen, dass dein Partner sich so verhält, wie du möchtest? Du willst von ihm/ihr sofort wissen, wie es weiter geht und ob eure Partnerschaft wieder so wird, wie sie einmal war?
  • Dir passen die Posts in Facebook nicht, die über Asylanten schimpfen? Am liebsten würdest du den „Schlechtmenschen“ begreiflich machen, wie schlimm und unsozial sie sind und am besten wäre es auch noch, wenn sie am eigenen Leib erfahren würden, was es heißt Not zu leiden?
  • Dir gehen die „Gutmenschen“ auf dem Leim, weil sie alles immer von der positiven Seite sehen und immer wieder aufrufen zu helfen und zu tun, obwohl es dir und deiner Familie finanziell auch nicht so gut geht?
  • Deine Arbeitssituation ist nicht so, wie du es gerne hättest? Du glaubst, dass dich deine Kollegen nicht so schätzen, wie sie sollten? Du machst alles, bekommst aber zu wenig Anerkennung? Alles ist so unfair und ungerecht?

Am liebsten würdest du in jeder dieser Situation deinem Gegenüber klar machen, wie unrecht er/sie doch hat und was er/sie tun soll, damit alles wieder ok und gerecht ist.

Das wird so wohl nicht funktionieren. Damit setzt du dich unter Druck und dein Umfeld auch. Mit Druck und Kampf wird selten etwas gewonnen.

Mir hilft da immer eine Autosuggestion um in solchen Phasen zur Ruhe zu kommen und das anzunehmen, was gerade ist.

„Alles hat einen Sinn und ich vertraue darauf, dass ich geführt werde und alles so kommt, wie es für mich gut ist. Ich weiß, dass ich die Welt nicht ändern kann, dass ich aber mich ändern kann. Veränderung passiert und das ist gut so. Ich gebe immer mein Bestes und bin immer bereit und offen für Neues. Ich glaube fest daran, dass Gutes entsteht, wenn ich Gutes tue und dass schwierige Situationen mich darauf hinweisen, dass hier noch etwas zu Bereinigen ist. Ich vertraue darauf, dass alles so geschieht, wie es für mich gut ist.“

Mit diesem Vertrauen schaffe ich es auch schwierige Phasen in meinem Leben zu meistern und nie die Sonne hinter der Wolke aus den Augen zu verlieren.

Was noch sehr gut hilft sind Gespräche mit lieben Freunden, ein gutes, soziales Umfeld kann Wunder wirken.

Wenn du gar nicht weiter weißt und das Gefühl hast das alleine nicht zu schaffen, dann hilft dir vielleicht eine externe Person, die darauf spezialisiert ist und die dir helfen kann, deine Situation mit anderen Augen zu sehen.

Hier drei Adressen in Österreich:

Die drei kenne ich persönlich und kann sie deshalb auch empfehlen.

Alles Liebe und nimm an, was gerade ist!

Cornelia

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